Bürger gegen Leitung. „Aktion Himmelblau“ setzt sich für Verlegung der Starkstromleitung ein. Rückenwind gibt es von Seiten der Politik.

Von Philipp Kienzl. Erstellt am 02. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Picasa

Seit den 50er-Jahren verläuft über der Rot-Kreuz-Siedlung eine Starkstromleitung mit 110.000 Volt (110 kV). Was damals als unbedenklich galt und im Aufbau der Zweiten Republik keine Priorität hatte, gilt heute laut Studien als gesundheitsschädlich. Die „Aktion Himmelblau“ rund um Vereinsobmann Alexander Hunyadi macht gegen einen Leitungstausch der „Wiener Netze“ mobil. Hand in Hand mit der Gemeindepolitik unter Bürgermeister Andreas Kieslich (SPÖ). Ihr Begehren: „Bringt die Leitungen unter die Erde!“

Es ist ein komplexes Thema, das 2009 seinen Lauf nahm. Schon damals stand eine unterirdische Verlegung der rund fünf Kilometer langen Stromleitungen zur Debatte – gescheitert ist es am lieben Geld. Überraschend standen im März 2014 Mitarbeiter des Betreibers vor den Türen der Anrainer. Mehrere Leitungsmasten befinden sich in privaten Gärten.

Ohne Vorwarnung wurde den Bürgern gesagt, sie könnten „schon mal ihre Gärten roden“. Dagegen wehrt sich die Initiative. „Das ist kein menschlicher Umgang“. Per Unterschriftenliste und mit einer Petition kämpfen sie, dass die Leitungen unter die Erde verschwinden. „Es geht um die Gesundheit geht“, so Hunyadi. Bis Redaktionsschluss war im Übrigen kein Konzern-Vertreter erreichbar.