Champagner um 188.000 Euro gestohlen. Marken-Champagner im Wert von 188.000 Euro und Klimageräte über 300.000 Euro wurden im Frühjahr 2019 aus einer Spedition in Achau und einer Firma in Wien gestohlen. Heute stand ein 49-jähriger Rumäne deshalb in Wiener Neustadt vor Gericht – natürlich unter Beachtung aller Corona-Vorschriften.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 28. April 2020 (21:00)
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Der Mann hatte zuerst behauptet, nur als Hehler beteiligt gewesen zu sein, gab aber vor Gericht zu, dass er Beitragstäter war.  
Er habe in Bad Vöslau eine Halle angemietet, wo er zuerst Pakete lagerte, ab März letzten Jahres aber das Diebesgut. „Ich wusste über die Ware Bescheid, hatte Kontakt zu den Tätern und habe mein Lager zur Verfügung gestellt.“ Die Namen der Täter wollte er nicht nennen, „aus Angst“! 

Warum er das denn trotz zweier Jobs und gutem Verdienst gemacht habe, wollte die Richterin wissen: „Ich brauchte Geld für Spaß, mein Verdienst ging für meine Familie auf.“ Der Mann gab an, „fast täglich“ Kokain konsumiert zu haben. Er habe sowohl in Rumänien als auch in Österreich versucht, einige Flaschen Champagner und auch die Klimageräte zu verkaufen, aber mit wenig Erfolg. Für die Lagerung des Schaumweines habe er 5.000 Euro bekommen, für die der Kühlgeräte hätten es 15.000 sein sollen.

Der – vorbestrafte - Rumäne wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgegeben hat.