Cinema Paradiso feiert 5. Geburtstag. Das Cinema Paradiso mit seinen zwei Standorten in Baden und St. Pölten zählt zu Niederösterreichs einzigen Programmkinos.

Erstellt am 07. März 2018 (17:46)
NOEN, privat
Die Sängerin und Schauspielerin Maria Bill war mit ihrem Programm im Cinema Paradiso zu Gast, wo sie meisterlich Jacques Brels Lieder interpretierte. Im Bild: Maria Bill mit ihrem Quintett 7 – Michael Hornek, Gerald Preinfalk, Andreas Sattra, Achim Tang und Krzysztof Dobrek.

Alexander Syllaba und Clemens Kopetzky haben scheinbar in ihrer Jugend zu viele Filme geschaut, weil ihr Motto lautet: Lebe deinen Traum – und in Filmen werden ja oft unmögliche Geschichten erzählt.

Und so eine unmögliche Geschichte haben die beiden jungen Männer in die Tat umgesetzt. Alles begann in St. Pölten, wo sie mit einem Open Air-Kino starteten. Fast jeder hielt sie für verrückt, so etwas in St. Pölten zu tun, da komme doch keiner. Sie probierten es und starteten 1994 mit dem ersten Open-Air-Kino und hatten – Erfolg.

Dann eröffneten sie 2002 das erste Programmkino in St. Pölten. Wieder schlugen alle die Hände über dem Kopf zusammen und erklärten die beiden endgültig für verrückt. Doch beides ging auf – das Open-Air-Kino, wie das Cinema Paradiso in St. Pölten boomen.

Beethoven Kino wurde vor dem Aus gerettet

Anstoß genug, das 1927 in Baden gegründete Beethoven Kino vor seinem endgültigen Aus zu retten. Am 6. Jänner 2013 schloss das Kino nach über 80 Jahren vorübergehend seine Pforten. Mit vereinten Kräften von Land und Stadt und den Hauseigentümern Erwin Schmidt, dessen Urgroßvater das Kino einst gegründet hat, konnte in das Buch über die Kinotradition in der Beethovengasse 2a ein neues Kapitel geschrieben werden. Im ehemaligen Beethovenkino entstand nach umfangreichen Umbauarbeiten ein kleines Kulturzentrum.

Im Mittelpunkt steht das Programm-, Familien- und Jugendkino. In den beiden Sälen werden hochkarätige Filme gezeigt, weiters gibt es immer wieder Filmpremieren und ein reiches Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Konzerten und Ballettübertragungen haben das Cinema Paradiso in Baden ebenfalls zu einem wichtigen Publikumsmagneten entwickelt.

Ein Kino für alle

Ein Erfolg auch das Open-Air-Kino am Theaterplatz Anfang September, das sich ähnlich wie in St. Pölten zu einem kulturellen Fixpunkt in der Stadt entwickelt hat. „Unser Motto lautet Kino für uns alle, wir haben Filmschwerpunkte, zeigen Frühstücksfilme, Kinderfilme, Schul-Specials und haben sogar Babykino für Eltern mit ihren Kleinsten“, zählt Alexander Syllaba auf, der alles nur nicht verrückt ist, weil „muss man verrückt sein, zu versuchen seine Träume zu verwirklichen?“