Mit letztem Flieger von Lanzarote retour nach Baden. Das Künstlerpaar Elfriede und Peter Friesenbichler schaffte Heimflug von Lanzarote dank deutscher Hilfe.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 01. April 2020 (04:24)
Da war die Welt auf Lanzarote für Elfi Friesenbichler noch in Ordnung.
privat

Wenn der Winter langsam an Kraft verliert, aber der Frühling noch nicht so richtig will, dann flüchten die Friesenbichlers vor den letzten kalten Wochen und lassen den Winter auf Lanzarote kreativ ausklingen. Diesmal kam alles anders, aus der gewohnten kreativen Erholung wurde purer Stress, weil während ihres Aufenthaltes das Coronavirus ausbrach und die Welt total veränderte. Die beiden waren mit Ausgangsbeschränkungen konfrontiert, „alle Flüge wurden gestrichen“, berichtet Elfriede Frisenbichler.

Letzte Woche hatten sie es nach langer Wartezeit endlich geschafft: „Im allerletzten Moment, bevor der Flughafen in Lanzarote dicht gemacht wurde, haben wir einen Flug nach Frankfurt ergattert. In einer Blitzaktion hat Deutschland seine Urlauber von der Insel geholt und wir duften nach einigen Rückfragen, den Deutschen sei Dank, mitfliegen.“ Mit dem Zug ging es dann von Frankfurt weiter nach Österreich.

„Es geht uns nicht sehr gut, der Stress hat uns zugesetzt"

Die Aufregungen haben den beiden nicht gut getan, „es geht uns nicht sehr gut, der Stress hat uns zugesetzt, mein Mann ist krank.“ Trotzdem erfüllt die beiden große Dankbarkeit dem deutschen Außenministerium gegenüber.

Elfi Friesenbichler schildert dramatische Situationen am Flughafen: „Beim Einchecken, als geprüft wurde, ob wir mitdürfen, stieg unser Adrenalinspiegel gewaltig. Chaos bei der Passkontrolle in Frankfurt, eine riesige Menschenmenge, eine junge Frau verlor die Nerven, brüllte los und forderte den Ein-Meter-Abstand ein.“ Dann kamen die beiden endlich zur Kontrolle, sie sollte nachweisen, dass sie in Österreich leben und auch dorthin fahren. Das gelang den beiden und sie konnten weiter reisen. Was ihr ewig in Erinnerung bleiben wird: „Diese Fassungslosigkeit der Menschen, die nicht realisieren konnten, was gerade um sie herum passiert.“