Defektes Kabel legte Südbahn lahm. Technische Gebrechen und Störung der Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage in Mödling führten am Montag, 19. Juli zu Zugausfällen und zahlreichen Verspätungen auf der Südbahnstrecke.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 22. Juli 2021 (08:57)
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NOEN, ÖBB

Wenn etwas schief geht, dann gleich doppelt, das traf auch auf die Situation zu, in der sich die ÖBB am Montag befanden. Die erste Unterbrechung aufgrund des Ausfalls aller Weichen ereignete sich zwischen 10 und 15 Uhr. Grund dafür war die Beschädigung eines Kabels im Bereich Pfaffstätten aufgrund von Bauarbeiten. Denn es wird die Trassenführung auf der Südbahnstrecke erneuert, daher war noch dazu ein Streckengleis gesperrt. Das erste Gebrechen kombiniert mit der zweiten Tatsache führte zu einer Unterbrechung  des Zugverkehrs auf der Südstrecke. Es dauerte, bis das beschädigte Kabel repariert wurde, die Folge waren zahlreiche Zugausfälle sowie Verspätungen und Folgeverspätungen, auch auf der S-Bahn Stammstrecke in Wien.

Fernverkehrszüge und durchgehende Nahverkehrszüge wurden über die Pottendorfer Linie umgeleitet. Ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen wurde eingerichtet. Die nächste Krux: An diesem Tag kam es in Mödling zu einer Störung der Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage. Das führte zu weiteren Verspätungen: Der Zug-Nr. 2340 (REX1) um 14.32 Uhr ab Baden Richtung Breclav war aufgrund des Defekts der Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage in Mödling bis zu 45 Minuten verspätet.

Dann kam es auch noch zu technischen Problemen bei einigen Zugsgarnituren: Die Züge um 7.38 Uhr (REX1) und 7.53 Uhr (REX2) ab Baden waren von diesen technischen Problemen betroffen und mussten in die Werkstätte.

Der REX2365, der um 20.29 Uhr von Wien Hauptbahnhof nach Baden (REX 1) fährt war ebenfalls von der technischen Störung an der Garnitur betroffen. 

Die ÖBB betonen: Die Probleme sind mittlerweile behoben und das gewohnte Angebot steht wieder zur Verfügung. Unsere Kundinnen und Kunden pünktlich an Ihr Ziel zu bringen, ist uns ein großes Anliegen, doch leider kommt es aufgrund von technischen Gebrechen oder höherer Gewalt zu ungeplanten Zugausfällen und Verspätungen, wofür wir uns bei unseren Reisenden entschuldigen. Die ÖBB sind mit rund 97% Pünktlichkeit die pünktlichste Bahn in der EU. Verspätungen und Unregelmäßigkeiten werden daher im täglichen Fahrplanablauf bei den ÖBB sehr ernst genommen, die Ursachen regelmäßig erhoben und erforderliche Gegensteuerungen erarbeitet."