Erstellt am 25. Februar 2013, 00:00

Die Seele der ART5. Neu in Baden / “SEE-lenlandschaften“ von Livia M. Pálfy gibt Einblicke in die Seele und ist zugleich Eröffnungsausstellung der Galerie ART5.

Ein Geschenk der Künstlerin an Badens Kulturchef Gerd Ramacher, im Bild mit Gemeinderat Gottfried Forsthuber und Balázs Kovács, Direktor der ungarischen Repräsentanz in Österreich. Barbara Zedlacher  |  NOEN
Von Barbara Zedlacher

BADEN / Die Kulturstadt Baden ist um eine Kunstinitiative und Galerie reicher geworden. Am Samstag eröffnete die neue Galerie ART5 in der Wassergasse 41 - mit der neuen Ausstellung „SEE-lenlandschaften. Neue Wege in der Plastischen Kunst“ der Wahlösterreicherin mit ungarischen Wurzeln Livia M. Pálfy. „SEE-lenlandschaften“ will neue, plastische Wege in der Auseinandersetzung mit der menschlichen Seele eröffnen. Gibt es so etwas wie eine „Seele“, also einen grundlegenden Unterschied zwischen Geist und Materie? Und besitzt der Mensch eine leidende oder jauchzende Seele, verfügen wir über einen freien Willen? Die Künstlerin Livia M. Pálfy setzt sich bewusst mit dem Problem „Verkörpern der menschlichen Seele auf materieller Ebene“ in ihren Bildskulpturen/Skulpturbildern auseinander.

Die „Blaue Blume“ auf neuen Wegen

M. Pálfy arbeitet schon seit längerem mit ungewöhnlichen künstlerischen Mitteln wie Modelliermasse oder in Weiß- bzw. Rotwein getunktem chinesischem Reispapier. Stilmittel, die bei ihren Bildern die „wahre“ Seele hinter dem plastischen Relief nur vermuten, erahnen lassen. Wie verletzlich die menschliche Seele sein kann, zeigen auch in ihren Kunstwerken die unterschiedlichen Reliefs, die vielen Ritzen ihrer blauen Wasserlandschaft. Die Künstlerin sucht dabei Darstellungsweisen, um wechselnden emotionalen Zuständen des Menschen einen in Bild gegossenen symbolischen Körper zu schenken, der bei allen Höhen und Tiefen der Seele immer gleich bleibt.

Als Farbe der Seele tritt bei dieser Ausstellung die Farbe Blau stark in den Vordergrund. „Die Blaue Blume war schon bei Novalis das Symbol der inneren Werte“, erklärt M. Pálfy ihre Motivation dahinter, als wichtigstes Motiv gibt die Künstlerin die Höhle an, die das Weibliche, Geborgenheit und das Licht nach einer schweren Krise versinnbildlichen soll. Die Wüstenblume oder Rose von Jericho zieht sich als „Auferstehungspflanze“ durch die „SEE-lenlandschaften“ der Galerie. Die Künstlerin verwendet sie aufgrund dieser Bedeutung und schenkt ihr in unterschiedlichsten Formen die Farbe der Vitalität. Noch zu sehen bis 2. April.