Traiskirchen: Schrack als Mieter steht schon bereit

Erstellt am 12. März 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
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Franz Gletthofer, Geschäftsführer Schrack Technik, Christian Vogt, Geschäftsführer DLH Real Estate Austria und Wilhelm Großeibl, Geschäftsführer Schrack Technik.
Foto: DLH
Nach Intervention von Volksanwaltschaft bei Bezirkshauptmannschaft baut DLH weiter an „e-Log Park Vienna South“.
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Es war eine schwierige Geburt, das DLH e-Logistikzentrum in Traiskirchens Stadtteil Oeynhausen auf den Weg zu bringen.

Nach Anrainerprotesten gegen das Projekt plante die Stadtgemeinde gemeinsam mit DLH das Projekt um. Eine Lärmschutzwand wird errichtet, um das Objekt von den Anrainern an der B17 abzuschirmen, eine Verkehrslösung, die vorsieht, dass Lkw nicht durch das Ortsgebiet von Oeynhausen fahren sollen, gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft erarbeitet, die NÖN berichtete.

Dann gab die Stadtgemeinde grünes Licht für den Baustart. DLH begann mit der Errichtung des Logistikzentrums im Oktober vergangenen Jahres, es wurde Tag und Nacht gearbeitet, als Ende Jänner die Baustelle plötzlich verwaist wirkte.

Anrainer hatten bei der Volksanwaltschaft interveniert, weil gewisse Punkte, die zur gewerberechtlichen Bewilligung dazugehören, von DLH noch nicht erfüllt worden waren. DLH mit Geschäftsführer Christian Vogt sah den Ball hier eher bei der Bezirkshauptmannschaft liegen. Er versicherte, „alle fraglichen Gutachten so rasch als möglich auch beibringen“ zu wollen. Aus der Sicht des Unternehmens, das mit dem österreichischen Traditionsbetrieb Schrack bereits einen hundertprozentigen Mieter gefunden hat, ist das jetzt auch geschehen.

Die Bauarbeiten wurden mit Montag wieder aufgenommen, was wieder die Anrainer in Rage versetzte.

Vogt betont: „Wir haben die von verschiedenen Sachverständigen vorliegenden Themen aus unserer Sicht abgearbeitet, und dieses Projekt ist nun voll genehmigungsfähig. Die Firma Schrack Technik wird alle Hallen vorwiegend als Lager für ihr gesamtes Produktsortiment, vorwiegend sind das Elektroprodukte, nutzen, um von hier aus dann an Unternehmen und direkt an Baustellen auszuliefern, die diese benötigen.“ Aus finanziellen Gründen könne DLH die Baustelle nicht länger geschlossen halten, die Verluste pro Monat seien jetzt schon enorm.

Auch die Bezirkshauptmannschaft weiß von dem Baustart, Bezirkshauptfrau-Stellvertreter Martin Hallbauer erklärt, dass „gewerbepolizeiliche Maßnahmen eingeleitet worden sind“.

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