Bürgermeister-Duelle zum 125-jährigen Fest. Nach 125 Jahre Trabrennverein im Vorjahr wird heuer der 125. Jahrestag des ersten Rennens 1893 gefeiert. Bilanz zum dritten Mal in Folge positiv.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. März 2018 (09:17)
NOEN
Die Trabrennen vor denkmalgeschützter Kulisse sind ein Highlight in Baden.

Die Vorbereitung auf die heurige Trabersaison läuft bereits auf Hochtouren. Die NÖN traf die Vizepräsidenten Gerhard Reichebner und Franz Zauner sowie Sekretär Horst Neumann zum Gespräch, um vor allem den gesellschaftlichen Wert des Badener Trabens zu erörtern.

NOEN, Andreas Fussi, BTV
Gerhard Reichebner, Franz Zauner und Horst Neumann freuen sich schon auf „Traben hautnah“ 2018.

Gleich vorweg machten die Verantwortlichen auf die Generalversammlung Ende April aufmerksam, wo das dritte Jahr in Folge eine positive Bilanz präsentiert werden wird. „2017 war sogar das beste Ergebnis seit Bestehen der neuen Führung“.

Bürgermeister treten gegeneinander an

Nach dem 125-Jahr-Jubiläum im Vorjahr steht auch heuer ein 125-Jahr-Jubiläum auf dem Programm. War es im Vorjahr der Trabrennverein an sich, sind es 2018 die Trabrennen. Am 17. Juli 1893 fand in Baden das erste Trabrennen statt. Dieses Jubiläum wird am 15. Juli mit einem Geburtstagsrennen gefeiert. Dabei kommt es zur Revanche des Palio von Baden, wenn wieder die Bürgermeister der Region im Doppelsulky gegeneinander antreten. Neu hat sich diesmal die Sooßer Ortschefin Helene Schwarz angekündigt. Im Vorjahr siegte Traiskirchens SPÖ-Bürgermeister Andi Babler. Passend zum Jubiläum wird es auch ein Sonderpostamt geben.

Die bewährte Mixtur aus sportlichen Rennen und gesellschaftlichen Begleitprogramm soll 2018 fortgeführt werden. Zu den bekannten Themen-Veranstaltungen scheint heuer der „Guntramsdorf-Renntag“ (12. August) neu im Programm auf.

Auch die Partnerschaft mit dem französischen Wettkanal PMU wird verlängert

Gegenüber dem Vorjahr werden drei PMU-Rennen mehr angeboten, insgesamt somit dann 30. Die Badener Trabrennen erfreuen sich in Frankreich großer Beliebtheit. Auch finanziell ist die Partnerschaft ein Erfolg, ist doch Baden am hohen Wetteinsatz in Frankreich beteiligt. Geplant ist heuer auch die Revanche des Rennens Ex-Radrennprofi Bernhard Kohl gegen ein Pferd. Im Vorjahr hatte der Sportler durch den starken Wind keine Chance. Bei guten Bedingungen will er diesmal die Nase vorne haben.

Ein Höhepunkt wird auch am 26. August geboten: Eine große Tombola mit einem Auto als Hauptpreis, ein Kia, gesponsert von Aigner Hauke Berndorf. Der Lospreis beträgt 12 Euro. Insgesamt 100 Preise warten auf die Gewinner. Groß sind die Erwartungen auch auf das zweite Septemberwochenende, wenn am Dienstag die internationale Meile in Baden ansteht, dem schnellsten Rennen Österreichs. „Wir halten in Baden den Bahnrekord“, ist Neumann stolz, für den die Stimmung in Baden vor allem das hautnahe Geschehen ausmacht. „Es gibt kaum einen schöneren Ort – mit Flutlicht und der Abenddämmerung. Diese schöne Stimmung überträgt sich von den Besuchern auf die Aktiven.“ Und: „Je mehr Starter, desto mehr Wetten und attraktivere Preise!“

Neben den Trabrennen und den gesellschaftlichen Begleitpunkten ist der Trabrennverein auch stets darauf bedacht, zusätzliche Attraktionen auf das Gelände zu bekommen. Den Beginn macht heuer wieder die Zirkusfamilie Schneller mit dem Circus Pikard, der ab 14. April am Trabrennplatz wieder Station macht. Neben dem Hundetag am 27. Mai finden im September wider die Jazztage statt. Nicht zu vergessen am 4 August das Open Air Techo. Außerdem wird voraussichtlich wieder das Mongolische Volksfest Nadaam über die Bühne gehen.

Theaterwagen auf der Trabrennbahn

Im Juni wird erstmals der „gutgebrüllt Theaterwagen“ von Schauspielerin Maria Köstlinger auf die Trabrennbahn übersiedeln (23./24. Juni). Diesmal steht das Stück Liliom auf dem Programm. „Das passt gut in unsere historische Anlage hinein“, meint Franz Zauner. Toll entwickelt hat sich auch der Tag der offenen Tür für die 4. Klassen der Volksschulen.

Insgesamt hofft das Veranstaltungsteam auf gutes Wetter in der heurigen Saison. „Auf das haben wir leider keinen Einfluss.“ Die Rennen finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt, es kann nur bei Unwettern zu kurzfristigen Verzögerungen kommen.

Der Dank der Verantwortlichen gilt allen Sponsoren, die Liste wird von Jahr zu Jahr länger. Gut etabliert hätten sich auch die diversen Widmungen. „Es gibt noch einige Rennen, die man durch eine Patronanz mitsponsern kann“, so Zauner. Im vorigen Jahr habe zum Beispiel ein Mann seiner Frau zum ersten Hochzeitstag ein Rennen gewidmet. „Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.“