Seelenruhig stahlen Diebe 45 Fahrräder. Unbekannte Bande entwendete aus Badener Radgeschäft 45 teure Fahrräder. Alleine drei davon sind jeweils 10.000 Euro wert.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 10. Juli 2018 (04:54)
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Philipp Ostermann mit Hochrad in seinem Fahrradgeschäft, wo kürzlich seine teuersten Drahtesel, wie etwa ein Cannondale Jekyll, gestohlen worden sind.
NOEN, Fussi

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist im Radgeschäft Cycle Factory Baden in der Wienerstraße 13-21 in der Nacht von Dienstag, 26. auf Mittwoch, 27. Juni eingebrochen worden. Unbekannte Täter haben gleich 45 dort abgestellte Fahrräder, die alle einen Wert von mindestens 800 Euro haben, in einer Nacht- und Nebelaktion gestohlen. Bei der Stadtpolizei Baden wird der Vorfall bestätigt, aus ermittlungstaktischen Gründen wurde jedoch bislang nichts veröffentlicht.

Schaden in fünfstelliger Höhe

Der junge Geschäftseigentümer, Philipp Ostermann, spricht von einem finanziellen Schaden in fünfstelliger Höhe. Die unbekannten Täter haben die Bewegungsmelder abgeklebt und dann beide Türen zum Geschäft aufgebrochen. „Die haben genau gewusst, was sie tun“, mutmaßt Ostermann. Sie brachen professionell die Schlösser auf, sodass sonst keine Einbruchsspuren zu sehen sind. Dann gingen sie ans Werk – trotz Videoüberwachung.

Auf den Bildern ist laut Ostermann nichts zu erkennen, da es bis auf die Taschenlampenlichter dunkel war und die Täter maskiert waren. Seelenruhig dürften sie ein Rad nach dem anderen in den Hof gebracht haben. Dort dürften sie das Diebesgut in einen größeren Transporter oder Kleinlastwagen gebracht haben. Ostermann hofft, dass sich jemand unter den Anrainern an etwas in dieser Nacht erinnert, das zur Ergreifung der Bande führen könnte. Ein Wermutstropfen ist, dass es stark geregnet hat. Hinweise bitte an die Stadtpolizei (02252/400).

Schnell Alarm geschlagen

Der Tapezierer-Nachbar hat um 6.15 Uhr die offenen Tore entdeckt und Alarm geschlagen. Die Polizei war rasch zur Stelle, ebenso der Geschäftsinhaber und Peter Schwarzott von der Vermieterfamilie. Unter den 45 gestohlenen Rädern sind auch einige, die Kunden zur Wartung dort hatten. Drei der Fahrräder gelten aus unverkäuflich, da sie jeweils über 10.000 Euro an Wert haben und europaweit einzigartige Rahmen hätten. Aber auch alle anderen Räder gebe es höchstens zehn Mal in Europa. Alle sind auffällig hergerichtet und allein daher schwer zu vermitteln. Die Eigenräder sind versichert. Gestohlen wurde weiters etwas Bargeld aus der Kassa, eine Uhr sowie eine einzige Brille (von 25) aus der Vitrine im Wert von 2.000 Euro.

Ostermann hat das Geschäft 2015 eröffnet, auf einer Fläche von 190 m , mit eigener Werkstätte. Der Bisamberger habe sich vom Einzugsgebiet bewusst für Baden statt Tulln entschieden, nicht zuletzt wegen eigener Kundenparkplätze im Innenhof. Das Geschäft lief bislang sehr gut, was viele Stammkunden, aber auch Neukunden beweisen. Ostermann beschäftigt zwei Mitarbeiter. „Ich bin vom Lehrling bis zum Eigentümer alles in einer Person.“