Schon wieder wurde Pottendorfer Maibaum angesägt. Schon das dritte Jahr in Folge sorgten „Scherzbolde“ für erhebliche Gefahr vor dem Pottendorfer Betreuungszentrum.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 07. Mai 2019 (04:09)
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Dieser „Scherz“ hätte auch fatal enden können.
FF Pottendorf

Mit Brauchtum haben diese Auswüchse mit Sicherheit nichts zu tun, denn wenn Menschen durch vorsätzliche Gefährdung bedroht werden, kann wohl nicht mehr von Tradition gesprochen werden.

Was ist passiert? Wie bereits in den letzten beiden Jahren wurde der Maibaum vor dem Landespflege- und Betreuungszentrum auch heuer wieder gefährlich angesägt. Und so musste wieder eine gefährliche Situation von den Florianis unschädlich gemacht werden.

Der Stamm des Maibaums wurde von unbekannten Personen in der Nacht auf den 2. Mai bis zur Hälfte angesägt. Dadurch entstand eine äußerst prekäre Situation, denn der Baum hätte jederzeit umfallen können und Gebäude, Autos, aber vor allem natürlich Menschen gefährden können.

Die Pottendorfer Feuerwehr musste ausrücken und den Baum wieder umschneiden, der nur zwei Tage zuvor von den Florianis für die Bewohner des Pflege- und Betreuungszentrums aufgestellt worden war. Der Vorfall wurde angezeigt, die Polizei ermittelt.

Durch diesen unfreiwilligen vorzeitigen Umschnitt des Maibaumes sah man auch das jährliche „Maibaum-Umschneiden“ in Gefahr, das immer im Juni mit einem großen Fest für die Heimbewohner und die Bevölkerung verbunden ist.

„Um unserer älteren Generation nicht die Tradition des Maibaumes und die damit verbundene Juniveranstaltung vorenthalten zu müssen, entschloss sich die Feuerwehr, den Maibaum nach Begutachtung für die Bewohner erneut aufzustellen“, so der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Pottendorf, Adolf Pfingstl.