Drogen-Prozess in Jakarta fortgesetzt

Erstellt am 02. April 2014 | 15:37
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Foto: NOEN
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist am Mittwoch der Prozess gegen die 29-jährige HipHop-Tänzerin Susanne M. aus dem Bezirk Baden wegen der Einfuhr von Drogen fortgesetzt worden.
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Es habe sich dabei um einen eher formellen Termin gehandelt, berichtete Außenministeriumssprecher Martin Weiss der APA. Die Angeklagte wurde von der österreichischen Botschaft begleitet. Die nächste Verhandlung findet am 16. April statt.

Drei Kilogramm Crystal Meth im Gepäck

Der Anwalt der 29-Jährigen ist laut Weiss am Mittwoch zu Wort gekommen. Die Angehörigen wurden über die Verhandlung informiert. In zwei Wochen sollen Mitarbeiter des Jakarta Airports als Zeugen einvernommen werden. Möglicherweise werde es dann auch eine Befragung der Badenerin geben, sagte Weiss.
Susanne M. war im November 2013 am Flughafen mit drei Kilogramm Crystal Meth erwischt worden. In der Anklage wird ihr der Import, die Aufbewahrung sowie der Verkauf, Kauf und das Anbieten der Droge vorgeworfen.

Koffer von Bekanntem aus dem Senegal

Die Suchtmittel befanden sich in einem Koffer mit doppeltem Boden. Die Österreicherin beteuerte, davon nichts gewusst haben. Das Gepäckstück stamme von einem Bekannten aus Senegal, erklärte sie.

Der beschuldigten Hip-Hop-Tänzerin könnte eine Haftstrafe bis zu 20 Jahren bzw. die Todesstrafe drohen. Die Höhe der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe wird erst am Ende der Verhandlungen bekannt gegeben. Der Mitte März eröffnete Prozess könnte etwa drei bis vier Monate dauern.

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