Ausbau der Pottendorferlinie: „Meilenstein abgeschlossen“

Erstellt am 09. Juli 2022 | 04:50
Lesezeit: 3 Min
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Rainer Irschik, NÖ Straßenbaudirektor-Stellvertrer, Landesrat Ludwig Schleritzko, ÖBB-Infrastruktur Vorstandsdirektorin Judith Engel und Bürgermeister Wolfgang Kocevarvor der Unterführung.
Foto: Thomas Lenger
Festakt zur Eröffnung der Unterführung, nur Ampel wollte nicht so, wie sie sollte.
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Am Eröffnungstag funktionierte die Ampel noch, nach endlosen Rot-Phasen regelte die Polizei die neue Kreuzung händisch.
Foto: Thomas Lenger

Der Ausbau der Pottendorfer Linie schreitet voran. Am 1. Juli lud die ÖBB die Ebreichsdorfer Bevölkerung zu einem großen Fest auf der ÖBB Baustelle ein, um die Unterführung und die neue Ampel zu eröffnen.

ÖBB-Infrastruktur-Vorstandsdirektorin Judith Engel betonte: „Der zweigleisige Ausbau der Pottendorfer Linie schreitet gut voran und wir liegen im Plan. Die Zulaufstrecken sind noch im Bau, aber das Ende naht und 2023 werden wir die Strecke im Betrieb nehmen können. Mit der heutigen Eröffnung haben wir wieder einen wichtigen Meilenstein abgeschlossen.“

Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ, wies auf die Bedeutung des Ausbaus für die Stadt hin: „Auch für die Stadtgemeinde Ebreichsdorf ist heute ein wichtiger Tag. Seit 1967 gibt es Gespräche über den Ausbau der Pottendorfer Linie und daher möchte ich mich bei allen Gemeinderäten und auch den Vorgänger-Regierungen bedanken, denn es hat unzählige Tage und Nächte mit Verhandlungen und Gesprächen gegeben um heute hier zu stehen. Dieser Ausbau wird von vielen Ebreichsdorfern aber auch von vielen aus der Umgebung schon sehnsüchtig erwartet, weil man dann in 18 Minuten in der Wiener Innenstadt ist und so auch der Verkehr auf der Südautobahn entlastet wird“, ist der Stadtchef überzeugt. Denn eine Intervallverdichtung sei nur in die Realität umzusetzen, wenn der zweigleisige Ausbau abgeschlossen ist.

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko, ÖVP, merkte an, dass Infrastrukturprojekte einen langen Atem brauchen. „Infrastrukturprojekte dieser Art dauern immer sehr lange, daher ist eine gute Planung notwendig. Außerdem braucht es auch eine gute Zusammenarbeit, daher ein Danke an die ÖBB für die fast immer gute Zusammenarbeit.“

Nicht nur die Unterführung wurde für den Straßenverkehr freigegeben, sondern auch die neue Ampel im Kreuzungsbereich L 150 mit der Piestingau in Betrieb genommen.

War sie am Eröffnungstag noch brav im Einsatz, verweigerte sie am 2. Juli bereits ihren Dienst. Sie zeigte immer grün auf der L150, ein Abbiegen von der Piestingau aus war nicht möglich, da die Abbieger nur rot sahen.

Kocevar bat um Geduld: „Offenbar gab es einen Programmierfehler bei der neuen Ampel bei der Ausfahrt aus der Piestingau. Die Rotphase ist viel zu lange, wir haben die zuständigen Behörden bereits informiert und es wird an der Behebung gearbeitet. Bitte um etwas Geduld und Verständnis für eine völlig neue Anlage.“ Die Polizei musste stundenlang den Verkehr regeln, ehe die Anlage wieder funktionierte.

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