Bausperre wurde einstimmig beschlossen

Ebreichsdorfer Regierungsparteien und Opposition ziehen an einem Strang und verfügen Großprojekt-Baustopp für zwei Jahre.

Erstellt am 07. Oktober 2018 | 05:12
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Einige Großbaustellen kommen auf Wiener und Pendler zu
Einige Großbaustellen kommen auf Wiener und Pendler zu
Foto: APA (dpa/Symbolbild)

Mit dem einstimmigen Beschluss aller Fraktionen wurde in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag eine Bausperre in Teilbereichen aller vier Ortsteile für die kommenden zwei Jahre beschlossen. Zuletzt hatte ja die Opposition aus FPÖ und Bürgerliste diese gefordert.

Laut den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP habe man an einer solchen vorübergehenden Lösung bereits einige Zeit gearbeitet, was für Kritik am Vorgehen der Opposition gesorgt hatte. Nun aber konnte in der Sache Einigkeit erzielt werden. „Städte wie Ebreichsdorf, rund um Wien, erleben derzeit einen intensiven Baudruck“, so SP-Bürgermeister Wolfgang Kocevar. „Ich bin daher sehr froh, dass wir bei der Bausperre Einstimmigkeit finden konnten.“

Bereits seit einigen Wochen seien in gemeinsamen Ausschusssitzungen intensive Gespräche mit allen Fraktionen geführt worden, um eine gemeinsame Linie für die Eindämmung der Verbauung auszuarbeiten.

Eine gemeinsame Linie aller Parteien

„Mit der beschlossenen Bausperre wollen wir vor allem großvolumige Bauprojekte auf einzelnen Parzellen verhindern und so Siedlungsgebiete schützen“, so der Ausschussvorsitzende, Stadtrat Engelbert Hörhan (ÖVP). Einfamilien- und Doppelhäuser dürfen also weiterhin unter den bestehenden Vorgaben errichtet werden. „Der Beschluss ist ein wichtiges Signal für die Lebensqualität in unserer Gemeinde. Wir können damit die weitere Entwicklung bei der Bebauung in eine geordnete Bahn lenken“, so der parteilose Vorsitzende des Ausschusses Bauwesen, Stadtrat Otto Strauss. „Die beiden zuständigen Ausschüsse wollen in den kommenden beiden Jahren neue gemeinsame Entwicklungskonzepte und Bebauungspläne erarbeiten.“ Dies sei ein wesentlicher Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, um den ortsüblichen Charakter langfristig zu erhalten.