Bodenschwellen sorgen für Diskussionen. Von einem „Schildbürgerstreich“ spricht die ÖVP in einer aktuellen Aussendung, bezüglich fünf neu errichteten Bodenschwellen im Bereich der Nüsselgasse und Lagerhausstraße in Weigelsdorf.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 17. Juni 2021 (11:55)

„Je nachdem in welche Richtung man nun fährt kommt man in den Genuss von bis zu 6 Bodenschwellen auf engsten Raum“, kritisieren die VP-Stadtparteiobfrau Petra Falk und VP-Gemeinderat Bernhard Scharf die neu Errichtete Verkehrsmaßnahme in Weigelsdorf. 

Bodenschwellen sorgen für Diskussionen
Thomas Lenger

„Brisant ist auch, dass die zuständige Stadträtin Claudia Dallinger die Anschaffung der Bodenschwellen erst nachträglich diese Woche im Ausschuss genehmigen ließ. Und zwar zufällig unmittelbar nachdem die Proteste auf Facebook losgingen. Und auf die Frage, wer denn die konkreten Anbringungsorte ausgewählt hätte, schob sie jede Verantwortung von sich“,  kritisiert die ÖVP in ihrer Aussendung. 

Diesen Anschuldigungen widerspricht die zuständige Stadträtin. „Die Bodenschwellen wurden bereits im September 2020 im Ausschuss mehrheitlich beschlossen und auch die Straßen wo diese errichtet werden sollten, waren damals bereits ein Thema“, so SP-Verkehrsstadträtin Claudia Dallinger. „Im Stadtrat wurde dann auch die finanziellen Mitteln beschlossen“. Sie betont das die ÖVP sowohl im Ausschuss als auch im Stadtrat vertreten ist. „Was wir jetzt nachträglich beschlossen haben sind zusätzlich angeschaffte mobile Bodenschwellen“, so Dallinger weiter. 

„Wir wollen mit dieser Maßnahme, welche wir nur auf Ausweichrouten setzen, den Verkehr wieder zurück auf die Hauptfahrbahnen bekommen und sowohl Fußgänger, also auch Radfahrer mehr Sicherheit bieten. Außerdem wollen wir so die Anrainer entlasten“, erklärt die Stadträtin die Maßnahme. Man entschloss sich daher für mobile Bodenschwellen die später, sollte sich die Maßnahme bewähren, durch bauliche Maßnahmen ablöst werden. 

Neben der Nüsslgasse und der Lagerhausstraße sollen in den nächsten Tagen auch am Schlossgrabenweg in Unterwaltersdorf, solche mobilen Bodenschwellen errichtet werden. „Auch diese Straße ist als Abkürzung und Ausweichroute bekannt und wir wollen an den beiden Straßenzügen bis zum Herbst testen, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf den Verkehr haben, ehe sie dann wegen dem Winterdienst wieder demontiert werden müssen“, so die Stadträtin. 

Die ÖVP fordert die Maßnahme prüfen zu lassen und befürchtet auf Grunde der bevorstehenden Erntezeit und den damit steigendem Landwirtschaftlichem Verkehr in diesem Bereich eine massive Lärmbelastung für die Anrainer.