Gesucht: Viele grüne Ideen für Bahndamm

Erstellt am 09. Februar 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Wolfgang Kocevar hofft auf eine rege Bürgerbeteiligung, um die bald stillgelegte Bahntrasse begrünen zu können.
 
Foto: Foto: Stadtgemeinde
„Längster Park Europas“ soll in Ebreichsdorf entstehen.
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Mit der Idee vom „längsten Park Europas“ ließ der Ebreichsdorfer Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) bereits vor einigen Jahren aufhorchen.

„Egal ob Bienenwiese, Finnen-Parcours oder Kuschelecke, egal ob Radweg, Schanigarten oder Spielwiese - Platz ist für alles“ Harald Kuchwalek

Entstehen könnte dieser Park auf der jetzigen Bahntrasse durch Ebreichsdorf, denn ab Herbst 2023 sollen die Züge über die gerade in Bau befindliche neue, zweigleisige Trasse außerhalb des Stadtgebietes rollen. Geht es nach der SPÖ Ebreichsdorf, könnte aus der ehemaligen vier Kilometer langen Bahntrasse ein Park werden, der längste Park Europas. Jetzt will man die Bürger ins Boot holen und startet parallel zu einem Ideenwettbewerb mit Studierenden an der Universität für Bodenkultur (BOKU) einen Bürgerbeteiligungsprozess.  „Egal ob Bienenwiese, Finnen-Parcours oder Kuschelecke, egal ob Radweg, Schanigarten oder Spielwiese - Platz ist für alles“, sagt Stadtrat Harald Kuchwalek (SPÖ). „Wir sammeln Ideen und freuen uns auch auf außergewöhnliche Einsendungen.“

Mitmachen können alle Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kindergärten und die Dorf- und Stadterneuerung, aber auch Vereine und Unternehmen. Das geht ganz einfach: bis Ende Februar per Mail an Gemeindezeitung@ebreichsdorf.at oder per Post an Rathaus Ebreichsdorf, Rathausplatz 1, 2483 Ebreichsdorf, Kennwort „Längster Park“ Kuchwalek führt weiter aus: „Die Gemeinde hat einen Vertrag über ein Vorkaufsrecht mit den ÖBB. Wir haben vereinbart, dass wir die Trasse zum Grünland-Preis übernehmen werden.“ Er geht davon aus, dass der Grünland-Preis hält, da es einen Vertrag mit den ÖBB über einen Grünland-Preis gibt.

„Das Ziel ist es, das Gebiet frei von Altlasten zu übernehmen.“

Bezüglich der umwelttechnischen Sanierung des bisherigen Bereiches der Bahngleise stellt Kuchwalek weiters klar: „Das Ziel ist es, das Gebiet frei von Altlasten zu übernehmen. Das heißt, dass uns die ÖBB da keine Deponie überlassen kann, sondern wir würden das dekontaminiert übernehmen.“
Auf die Frage, ob ein Teil des Grundstückes dann auch in Bauland umgewidmet und bebaut wird, stellt Kuchwalek fest: „Es wird mit Sicherheit nicht gebaut! Es gibt zwar noch keinen Gemeinderatsbeschluss, aber die Mandatare aller Fraktionen sind sich einig, dass ein Radweg dort kommen wird. Nach Möglichkeit sogar bis Münchendorf.“

Der Zeitplan sieht so aus: „2023 im Herbst wird die Fläche von den ÖBB hinterlassen und das Gleis auf die neue Strecke verlegt. Dort soll dann ab dem Winterfahrplan 2023 auch das zweite Gleis in Betrieb genommen werden. Im Frühjahr 2024 wird man dann mit dem Gestalten beginnen können“, ist Kuchwalek überzeugt.

Was genau dann entsteht, wird von Ideen und Kosten abhängen. „Es ist ein riesen Areal und wir wollen nicht auf den Mond fliegen, wir müssen schon realistisch bleiben, da die Parkgestaltung mit Sicherheit mit sehr großen Kosten verbunden ist“, weiß Kuchwalek. Ende April startet der Wettbewerb an der BOKU und im Frühsommer wird man sich im Detail die Vorschläge der Bürger ansehen.

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