Mehrparteienhaus nach Großbrand gesperrt. Nach dem Großbrand am vergangenen Samstag in einem Mehrparteienhaus in Ebreichsdorf (Bezirk Baden) musste das betroffene Gebäude aus Sicherheitsgründen vorerst gesperrt werden.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 14. Januar 2020 (11:53)

Wie berichtet, war es am vergangenen Samstag in der Wiener Straße zu einem Großbrand gekommen, bei dem ein historisches ehemaliges Fabriksgebäude schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bei dem Brand wurden mehrere Wohnungen vollständig zerstört. Bei einem Lokalaugenschein am Montag stellte ein Sachverständiger fest, dass das Objekt einsturzgefährdet ist. Aus Sicherheitsgründen darf das Gebäude vorerst nicht betreten werden. Erst wenn Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden sind, können die Brandermittler ihre weiteren Tätigkeiten aufnehmen. 

Das Landeskriminalamt wird mit Kriminaltechnikern des Bundeskriminalamtes im Laufe der Woche die Brandermittlungen durchführen. Was genau den Brand ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Bei dem Brand wurden mehrere Räume auf zwei Etagen zum Teil vollkommen zerstört. 

Betroffene Familien werden unterstützt

Auch Bürgermeister Wolfgang Kocevar machte sich am Montagvormittag ein Bild vom Ausmaß des Schadens und sprach mit den betroffenen Familien. Diese sind vorerst bei Bekannten bzw. in einem Hotel untergebracht worden. „Wir versuchen jetzt für die Betroffenen Ersatzwohnungen zu bekommen“, so der Bürgermeister. „Seitens der Bevölkerung gab es bereits zahlreiche Anfragen, ob den Familien mit Sachspenden geholfen werden könnte“, freut sich der Ortschef über die Solidarität vieler Bürger in Ebreichsdorf. „Derzeit wird aber nichts gebraucht, die Familien wurden vorerst mit allem notwendigen versorgt. Ich möchte mich aber bei allen, die spontan ihre Hilfe zugesagt haben, herzlich dafür bedanken“, so Kocevar. 

Bei dem Brand am vergangenen Samstag standen mehr als 160 Feuerwehrleute bis Sonntagvormittag im Einsatz. 13 Feuerwehren aus den Bezirken Baden, Mödling und Bruck an der Leitha wurden zu dem Einsatz alarmiert. Der Schaden dürfte über eine Million Euro ausmachen.