Mobilitätsbefragung: Zehn an einem Strang. Mit gemeinsamer Verkehrsbefragung von 40.000 Bürgern wird versucht, Bedürfnisse im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung der Kleinregion aufzuzeigen.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 30. März 2017 (05:00)
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Sieben der zehn Mitgliedsorte: Helmut Hums aus Mitterndorf, Gerhard Bencze aus Reisenberg, Thomas Sabbata-Valteiner aus Pottendorf, Natascha Matousek aus Oberwaltersdorf, Wolfgang Kocevar aus Ebreichsdorf, Andreas Kollross aus Trumau und Alfred Reinisch aus Tattendorf.
Pusch

Die zehn Mitgliedsgemeinden der Kleinregion Ebreichsdorf (Blumau-Neurißhof, Ebreichsdorf, Mitterndorf, Oberwaltersdorf, Pottendorf, Reisenberg, Seibersdorf, Tattendorf, Teesdorf und Trumau) wollen künftig intensiv zusammenarbeiten.

In der Kleinregion leben rund 40.000 Bürger. Da Mobilität eines der Schwerpunktthemen in einer der am stärksten wachsenden Regionen Niederösterreichs ist und auch die Busausschreibung Baden 2019 stattfindet, soll nun als erster Schritt eine Befragung zum Mobilitätsverhalten durchgeführt werden.

Das soll einerseits die Bedürfnisse der Bevölkerung aufzeigen, andererseits um besser auf die Wünsche und Anforderungen der Bürge eingehen zu können. Mit dem Ergebnis sollen dann mit dem Verkehrsverbund „VOR“ die best möglichen Busverbindungen für den neuen Busfahrplan verhandelt werden.

"Erhoffen uns großen Rücklauf"

„Ich bin froh und stolz gemeinsam mit den zehn Bürgermeister-Kollegen das wesentliche Thema Verkehr in unserer Region in Angriff nehmen zu können. Die Mobilitätsbefragung ist von großer Bedeutung und wir erhoffen uns großen Rücklauf, um den Bedarf zu erfahren und auf Verbesserungen eingehen zu können“, so der Obmann der Kleinregion Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ.

Auch Mitterndorf SP-Bürgermeister Helmut Hums unterstützt das Projekt, übt aber auch Kritik am VOR: „Ich habe schon das Gefühl, das die Verkehrsbetriebe nicht mehr die Bürger im Auge haben, die es notwendig haben die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Gerade diese wurden in letzter Zeit alleine gelassen.

Der VOR behauptet zwar, es werden genau so viele Kilometer gefahren wie vorher, mit dem selben Aufwand, aber nur, dass man umgeschichtet hat und dort, wo etwas zu verdienen ist mehrere Fahrten leistet und dort wo nichts zu verdienen ist, die Verbindungen eingestellt hat. Das entspricht meines Erachtens nicht dem sozialen Gedankengut“, so Hums.

Dennoch wird erwartet, dass durch die Mobilitätsbefragung und das gemeinsame Vorgehen eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs erreicht werde.