Neue Initiative für mehr Baumschutz. Ebreichsdorfer Bürger protestieren gegen Baumrodungen und sammelten 240 Unterschriften, die an Ortschef übergeben wurden.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 30. März 2019 (17:40)
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Initiator Josef Ahorn übergibt die Unterschriftenliste an Ortschef WolfgangKocevar.
Thomas Lenger

In den letzten Wochen wurden im Gemeindegebiet zahlreiche Bäume gerodet. Besonders auffällig waren die massiven Baumschlägerungen entlang der Flussläufe.

Der für die Flussläufe zuständige FP-Stadtrat Markus Gubik bestätigt nun die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. „Diese Rodungen wurden in intensiver Abstimmung mit dem Bezirksförster durchgeführt, der die Baumschnittarbeiten auch überwachte“, erklärt Gubik. Über 1.000 Bäume wurden im Zuge dieser Schlägerungen gefällt. „Es sind aber natürlich auch Ersatzaufforstungen geplant“, versucht Gubik, zu beruhigen.

Die Bürger wollen mehr Schutz für die Bäume

Initiativen-Initiator Landwirt Josef Ahorn erzählt: „In der Bevölkerung sorgten diese großflächigen Rodungen bereits für einige Aufregung. Mich sprachen viele Bürger darauf an, die meinten, dass es an der Zeit sei, für vermehrten Baumschutz in unserer Stadtgemeinte aufzutreten.“ Gemeinsam mit anderen Bürgern erstellte er eine Unterschriftenliste für einen Initiativ-Antrag mit dem Titel „Für eine gesunde Umwelt“, 240 Bürger unterschrieben den Antrag. Ziel sei es, den Baum- und Gehölzschutz in der Stadtgemeinde sowie die heimische Artenvielfalt, das örtliche Kleinklima und eine gesunde Wohnumwelt zu schützen und zu verbessern.

Die gesammelten Unterschriften übergab Ahorn jetzt Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ. Dieser betont: „Wie es die Gemeindeordnung vorsieht, werden wir natürlich jetzt die Unterschriften überprüfen.“

Damit ein solcher Antrag im Gemeinderat behandelt werden muss, sind laut Gemeindeordnung knapp 160 Unterschriften notwendig. Kocevar stellt klar: „Unabhängig davon kann ich aber versichern, dass wir uns dieses Themas annehmen und auch eine entsprechende Arbeitsgruppe bilden werden. Ich lade daher auch die Initiatoren dieses Initiativantrages ein, in dieser Gruppe mitzuarbeiten.“ In der kommenden Gemeinderatssitzung soll der Initiativ-Antrag als Tagesordnungspunkt in jedem Fall aufgenommen und eine Arbeitsgruppe gebildet werden.