Wahl-Transparent sorgt für Aufregung. Laut Opposition sollte vor Wahlwiederholung im Sprengel 7 in Ebreichsdorf auf Werbung verzichtet werden. SPÖ verneint einen solchen Beschluss.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 22. Mai 2020 (05:32)
Dieses Wahl-Transparent der SPÖ sorgt bei der Ebreichsdorfer Opposition für einige Aufregung.
NEOS

Der Gemeinderatswahlkampf ist noch vielen Ebreichsdorfern in Erinnerung. Eine wahre Flut an Plakaten, die noch dazu großteils vor dem vereinbarten Termin aufgestellt worden waren, verschandelten das Ortsbild und sorgten auch bei vielen Wählern für Unmut. Da am 7. Juni im Wahlsprengel 7 die Wahl für 669 Bürger wiederholt wird, sorgt jetzt ein von der SPÖ aufgehängtes Wahl-Transparent für Aufregung bei der Opposition.

„Wir alle können uns an den Plakatwahnsinn vor der Gemeinderatswahl erinnern. Unsere Stadt war kaum noch wiederzuerkennen“, sagt Andreas Goldberg. „Wir NEOS haben verstanden, dass die Bürger das so nicht haben wollen. Daher freuten wir uns über den gemeinsamen, ehrlichen Beschluss aller Parteien, dass wir im Zuge der Wahlwiederholung im Sprengel 7 auf Plakate gänzlich verzichten. Leider müssen wir feststellen, dass gerade die Bürgermeisterpartei nunmehr einen anderen Weg einschlägt“, kritisiert Goldberg.

„Die Bilder der Plakatflut, die unser Ortsbild über Wochen bei den vergangenen Gemeinderatswahlen verschandelt haben, sind noch Vielen in Erinnerung“, sagt auch Stadtrat René Weiner von der Bürgerliste. „In den letzten Tagen erhielten wir deshalb etliche Anrufe, da sich die Bürgermeisterpartei – nicht nur aus unserer Sicht, sondern auch anderer wahlwerbenden Parteien – nicht an Abmachungen hält“, kritisiert der Bürgerlisten-Stadtrat den Bürgermeister. „Wir möchten nochmals bekräftigen, dass wir gemeinsam mit der Volkspartei, der freiheitlichen Partei und den NEOS auf jegliche Form von Plakaten, Transparenten oder deren Abklatsch verzichten werden“, unterstreicht Weiner.

Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) versteht die Aufregung gar nicht. „Ich habe in einer Sitzung gesagt, dass wir diesmal keine Plakate aufstellen werden. Dabei bleibt es auch. Wir hatten lediglich das Angebot zur Nützung einer Werbefläche an einem Zaun. Diese Möglichkeit haben wir in Form eines Transparentes genutzt. Und wir planen auch nicht, irgendwelche Plakate in der Landschaft aufzustellen“, betont Kocevar und ergänzt, dass es niemals einen solchen öffentlichen Verzichts-Beschluss gegeben hätte. „Mir und der SPÖ ist nur wichtig, die Bevölkerung über die Wahl zu informieren. Ich hoffe, dass Viele die Möglichkeit nützen werden, ihre Stimme noch einmal abzugeben.“