Ehemalige Baumwollspinnerei in Teesdorf in NÖ wird saniert. Die ehemalige k.u.k. privilegierte Baumwollspinnerei in Teesdorf (Bezirk Baden) bekommt ein neues Gesicht: Im Zuge der Sanierung der Textilfabrik aus dem Jahr 1803 entstehen 69 Wohnungen.

Erstellt am 15. Oktober 2013 (10:39)
Einen Höhepunkt des Facelift stellt die Errichtung eines Schwimmbades auf dem Dach des Hauses dar, das den künftigen Bewohnern zur Verfügung stehen soll, hieß es in einer Aussendung des Wohnbauunternehmens "Wien Süd".

Der Startschuss zu den Sanierungsarbeiten fällt am 25. Oktober im Beisein von LHStv. Wolfgang Sobotka (ÖVP). Das Projekt wird von der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Arthur Krupp Ges.m.b.H durchgeführt. Bei der Verwandlung der ehemaligen Textilfabrik in ein Wohnhaus soll vor allem der architektonische Charakter des Objekts bewahrt bleiben.

Mittels einer aufwendigen Innenwärmedämmung und im Zusammenwirken mit der biogenen Zentralheizungsanlage sowie einer solarunterstützten Warmwasseraufbereitung soll ein Niedrigenergiestandard erreicht werden. Neben dem Pool auf dem Dach sind zudem ein großzügiger Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum, ein Kinderspielplatz sowie Pkw-Abstellplätze geplant.

Die ehemalige Baumwollspinnerei wurde 1803 vom Wiener Großhändler Johann Baptist Freiherr von Puthon erbaut. Dessen Sohn Karl Freiherr von Puthon ließ die Fabrik mit 18.682 Spindeln zu einer der ersten und größten ihrer Art in Niederösterreich wachsen. Anfang der 1990er-Jahre kam es jedoch zum Verkauf an die Linz Textil AG. Nur drei Jahre später wurde die Fabrik geschlossen. Die Spinnerei stellt mit ihrem markanten Turm ein Wahrzeichen von Teesdorf dar.