„Ein besonderer Ort“

Erstellt am 24. Februar 2014 | 09:12
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Foto: NOEN, NLK Johann Pfeiffer
Karmel Mayerling / Das ehemalige kaiserliche Jagdschloss, in dem Kronprinz Rudolph starb, wird saniert und erhält Besucherzentrum. Fertigstellung im Herbst.
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Von Stefan Jedlicka

Vor 125 Jahren ereignete sich im kaiserlichen Jagdschloss Mayerling die Tragödie: Kronprinz Rudolph und seine Geliebte Maria Vetsera starben unter ungeklärten Umständen. Rudolphs Vater, Kaiser Franz Joseph, ließ Mayerling daraufhin zum Karmelitinnen-Kloster umwandeln. Seither hat der Zahn der Zeit am geschichtsträchtigen Gebäude genagt. Jetzt wird es nach den Plänen von Architekt Friedrich Pühringer neu gestaltet.

Land NÖ übernimmt 50 Prozent der Kosten

Ein neues Besucherzentrum mit Ausstellungsbereich, Shop und Foyer sowie ein neuer Parkplatz sollen bis Herbst 2014 entstehen. „Das Land Niederösterreich wird von den rund 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten 50 Prozent übernehmen“, versprach Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) am Freitag.

Er sehe es als Verantwortung, derart historische Orte zu erhalten. Darüber hinaus löse man durch diese Investition auch wirtschaftliche Impulse in der wichtigen Tourismusdestination Wienerwald aus. Auch die Marktgemeinde Alland, zu der Mayerling gehört, werde einen finanziellen Beitrag leisten, betonte Bürgermeister Ludwig Köck (VP).

Spendenkonto eingerichtet

Den Rest hoffen die Karmelitinnen um Mutter Priorin Regina selbst aufbringen zu können. Unterstützung erhalten sie dabei von der Heiligenkreuzer Theologiestudentin Anna-Lena Fahrecker, die die Öffentlichkeitsarbeit für die zurückgezogen lebenden Schwestern übernommen hat. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet („Karmel Mayerling“, BLZ 19190, Bankhaus Schelhammer & Schattera, Konto-Nr.: 100100734).

Das Kloser umfasst derzeit neun Schwestern und eine Kandidatin. „Wir sind verantwortlich für den Erhalt und die Sanierung dieses Gebäudes, und wir sind uns bewusst, dass wir damit einen großen Auftrag haben, denn Mayerling ist ein besonderer Ort der Geschichte Österreichs“, erklärte Priorin Regina. Der Mythos Mayerling zieht nach wie vor Besucher aus aller Welt an. Allerdings verfalle die Stätte langsam.

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