Baden errichtet bald neuen Hundepark. Mit eingezäunter Hundezone könne man ab Herbst Wünschen von Hundebesitzern noch besser nachkommen, informiert Stadtführung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 30. Mai 2019 (03:09)
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„Mit Zustimmung des Gemeinderates im Juni wird es bereits im Herbst einen Hundepark für Badens Vierbeiner geben“, freuen sich Bürgermeister Stefan Szirucsek , Vize-Bürgermeisterin Helga Krismer und NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber.
Dusek

Das Thema Hund beschäftigt derzeit die Badener Stadtpolitik. Erst vor kurzem erfolgte der Startschuss für die neue Hundeplattform „Pfote mit Note“, die die drei Mandatarinnen Christine Witty (Stadträtin, „wir badener“), Silvia Dober und Heidi Hofbauer (Fraktionsfrei, vormals SPÖ) ins Leben gerufen haben, die unter anderem eine eingezäunte Hundefreilaufzone in Baden als Ziel hat. Am Mittwoch der Vorwoche ließ die Stadtgemeinde mit der Aussendung aufhorchen, dass ein neuer Hundepark für Baden entstehe.

„Die bestehenden Hundeauslaufzonen im Helenental entlang sowie im Bereich des ASV-Sportplatzes werden von den Hundebesitzern gut angenommen“, wird VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek zitiert, jedoch sei südlich der Schwechat Bedarf nach einer weiteren gegeben – „daher denken wir bereits seit November über eine gute Lösung nach.“

„Die bestehenden Hundeauslaufzonen im Helenental entlang sowie im Bereich des ASV-Sportplatzes werden von den Hundebesitzern gut angenommen“

Laut Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grünen) müssten dabei viele Parameter beachtet werden: „Die gewachsene Struktur unserer Stadt hat es uns nicht leicht gemacht, ein passendes Areal zu finden. Die Interessen von Hundebesitzern und Anrainern gleichermaßen zu wahren, ist ein sensibler Balanceakt“, erläutert Krismer.

Man habe ein 3.500 m großes Grundstück, das die erforderlichen Voraussetzungen erfülle, in der Karl Frim Straße gefunden (Nähe BP Vöslauerstraße) und entsprechende Verhandlungen mit Eigentümer Andreas Doblhoff-Dier in die Wege geleitet.

„Die Lösung ist hundegerecht und schützt andere Tiere"

Mit Erfolg: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, zu einer Einigung zu kommen“, sagt Krismer und lässt durchblicken, dass für die Einrichtung bereits Kostenvoranschläge eingeholt wurden. „Die Lösung ist hundegerecht und schützt andere Tiere. Nach der Beschlussfassung durch den Gemeinderat im Juni werden wir dafür sorgen, dass die Adaptierung des neuen Hundeparks samt Zaun und Wasserversorgung rasch umgesetzt wird“, nennt Szirucsek die nächsten Schritte. Auch ein zweiter neuer Hundepark sei bereits in Planung.

Hundeplattform zeigt sich sehr erfreut

„Es tut sich was in Sachen eingezäunter Hundefreilaufzone“, freut sich Christine Witty von der Hundeplattform Baden und vermutet, dass das Engagement der drei Mandatarinnen, die keiner Regierungsfraktion angehören, die Stadtkoalition „offensichtlich nervös gemacht“ habe. Heidi Hofbauer erinnert daran, dass sie sich bereits 2018 für eine eingezäunte Hundefreilaufzone eingesetzt habe und sogar eine Unterschriftenaktion gestartet wurde, aber letztlich nichts passiert sei. Dobner wundere sich nur, dass in der aktuellen Gemeinderatssitzung nichts über die angekündigte Lösung berichtet wurde.

„Wie auch immer. Hauptsache es ist Bewegung in die Sache gekommen“, sind sich die drei Hundeplattform-Gründerinnen einig. „Wir freuen uns, dass spät, aber doch, die Wichtigkeit dieses Anliegens von der Stadtregierung erkannt wurde.“ Eine Hundefreilaufzone bedeute mehr Sicherheit für Hund, Hundehalter und alle Verkehrsteilnehmer.