Weniger Lärm für Anrainer in Traiskirchen

Logistikentwickler DLH und Stadt Traiskirchen erzielen gemeinsam gute Lösungen.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 05:59
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DLH-Geschäftsführer Christian Vogt hat mit Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler eine gute Lösung erarbeitet.
Foto: Stadtgemeinde Traiskirchen

Die Anrainer der Siedlung, die unmittelbar an die B17 grenzt, protestierten, als bekannt wurde, dass DLH unmittelbar neben der Firma ABO, vor allem für das e-commerce-Geschäft ein Auslieferungslager plant. Das sei viel zu nahe am Wohngebiet, es wurde befürchtet, dass Lärm, Schmutz und vor allem Fahrten von Schwerlastern den Anrainern das Leben bald schwer machen würden. Traiskirchens Stadtchef Andreas Babler, SPÖ, nahm sich der Anrainerproteste an und nahm Verhandlungen mit DLH-Geschäftsführer Christian Vogt auf, um die Planung des Logistikcenters zu überdenken.

Das Ergebnis spricht für sich: Es wurde auf Betreiben der Stadt ein neues Verkehrskonzept erstellt, das vorsieht, dass das Linksabbiegen von Oeynhausen kommend auf die B17 unterbunden wird, bei der Ausfahrt ist das Rechtsabbiegen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Dadurch wird der Verkehr Richtung Autobahnanschluss Traiskirchen A2 geleitet, das Oeynhausner Ortszentrum durch die neue Verkehrsführung geschützt.

Das neue Verkehrskonzept wurde gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Baden als Vertreterin des Landes erarbeitet.

Bürgermeister Andreas Babler betont: „Auf Wunsch der Stadtgemeinde wurde so manches Thema nochmals aufgemacht und neu gedacht. Der Schutz der Anrainer vor Lärm und einer zusätzlichen Verkehrsbelastung, aber auch die ökologische Gestaltung des neuen Firmengeländes waren für uns zentrale Punkte.“

Damit die Lärmentwicklung möglichst gering ist, werden, über die Empfehlungen des Lärmschutzgutachtens hinaus, die Holzlärmschutzwände auf beiden Seiten schallabsorbierend ausgeführt. Durch die eingeschränkten Betriebszeiten ist die Nachtruhe auch weiterhin sichergestellt. Von der neuen Lärmschutzwand zeigt sich Geschäftsführer Christian Vogt begeistert: „Man lernt nie aus. Wir hatten zwar eine Lärmschutzwand geplant, aber mit der Wand, die jetzt kommt, wird auch der Schall, der auf der B17 vorbeifahrenden Lkw geschluckt.“

Auch die Begrünung war ein großes Thema der gemeinsamen Besprechungen: Die Sickermulden werden mit Blumenwiesen bepflanzt. Ein grüner Sichtschutz wird beim Betriebsgelände entlang der B17 durch die Pflanzung von heimischen Mischhölzern entstehen.

Sobald die Stadt die Baugenehmigung erteilt, wird der Spatenstich erfolgen.