Baden: Schlange biss Kindergartenpädagogin. Bei dem Versuch einer Kindergartenpädagogin, eine Schlange von spielenden Kindern im Garten des Kindergartens mit einem Stock wegzuschieben, wurde diese von dem Tier gebissen. Die Schlange entkam, die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt wurde alarmiert.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 05. Juni 2021 (20:54)

Große Aufregung gab es am Freitag in einem Badener Kindergarten. Eine Kindergartenpädagogin wurde im Gartenbereich der Anlage von einer Schlange gebissen, als sie versuchte, das Tier mit einem Stock von spielenden Kindern wegzuschieben.

Die Kindergartenpädagogin wurde ins Spital gebracht, die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt um 12.43 Uhr zu einem technischen Tierrettungs-Einsatz mit dem Zusatz Schlange alarmiert. Feuerwehreinsatzleiter Stefan Schneider erzählt: "Bei der Ausrücke-Meldung bekamen wir von der Bezirks-Alarmzentrale Baden die Information, dass eine Kindergärtnerin von der Schlange gebissen und ins Spital gebracht worden war."

Im Kindergarten-Garten erfuhren die FF-Männer, dass die ca. 1,5 m lange Schlange nach dem Angriff auf die Kindergärtnerin sofort auf einen hohen Baum am Gelände des Kindergartens geflüchtet sei. Davon legte auch ein Foto der Schlange auf einem Handy Zeugnis ab. Die FF Baden-Stadt stimmte sich über die weitere Vorgehensweise mit der Bezirksalarmzentrale Baden und einem Reptilienexperten im Tiergarten Schönbrunn ab. Dazu wurde das Schlangen-Foto den Spezialisten im Tiergarten Schönbrunn übermittelt.

Da die Schlange vom Boden aus nicht zu sehen war und aufgrund der speziellen Örtlichkeit, einem Kindergarten, versuchte man bis zur Rückmeldung eines Fachexperten  über die Drehleiter das Tier von oben aus am hohen Baum zu erblicken bzw. einzufangen.

Kurze Zeit später kam die Rückmeldung vom Tiergarten Schönbrunn, dass es sich bei dem fraglichen Tier um eine Äskulapnatter handelt, eine heimische Schlangenart, die nicht giftig ist. Die Feuerwehr stoppte den Versuch, die Natter zu sichten und einzufangen, auch aus dem Grund, weil für die Kindergartenkinder am Nachmittag ein Besuch im Freibad auf dem Programm stand. 

 „Die Schlange hat sich bei den vielen anwesenden Personen einfach in die Enge getrieben gefühlt und wollte sich nur verteidigen", so die Meinung von Stefan Schneider. Er warnt davor, Schlangen in Eigenregie von einem bestimmten Platz zu entfernen und verweist dazu auf die Kompetenz der Freiwilligen Feuerwehr.