Badener bringt Licht in die Welt. Markus Hammer setzt sich für blinde und anders behinderte Menschen in Äthiopien ein. Das Land in Afrika hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Und: Spenden wirken!

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. November 2017 (05:10)
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Markus Hammer mit Schüler in Hawassa.
NOEN, Licht für die Welt

Seit über einem Jahr arbeitet der Badener Markus Hammer (44) für die österreichische Hilfsorganisation „Licht für die Welt“ und setzt sich in den Armutsgebieten für die Heilung Blinder und die Inklusion von Menschen mit Behinderung ein.

Erst vor wenigen Tagen ist er von einem Einsatz in Äthiopien zurückgekehrt, seinem ersten Auslandsaufenthalt im Rahmen seiner Arbeit. Sein Fazit? „Es war beeindruckend zu sehen, wie vielen Leuten wir helfen können und ihr Leben verändern – und damit auch ganzen Familien und Dorfgemeinschaften.“

„Es war beeindruckend zu sehen, wie vielen Leuten wir helfen können und ihr Leben verändern"

In einer Klinik konnte er die Erfolge der Arbeit von Licht für die Welt live miterleben. Er wurde Zeuge einer Operation am Grauen Star und besichtigte die medizinischen Geräte im Einsatz. Dabei wurde ihm auch bewusst, dass einige nicht dem letzten Stand entsprechen und es neue brauche.

Einsatz in Äthopien - Badener bringt Licht in die Welt
Licht für die Welt

Seine Aufgabe sei es, die finanziellen Mittel dafür sicherzustellen. In der Klinik sind Menschen mit Behinderung in den Arbeitsprozess integriert und fertigen Brillen für Menschen mit Sehfehlern an.

Hammer besuchte auch eine Schule, in der die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung verwirklicht wird. Mit dabei war Helen Nassey aus Oberwaltersdorf, die für die internationale PR bei Licht für die Welt zuständig ist. Die Hilfsorganisation und ihre Partner vor Ort identifizieren Kinder mit Behinderung und inkludieren sie im Rahmen eines ganzheitlichen, gemeindenahen Konzepts in die Gemeinschaft.

„Es ist ein beeindruckend schönes Land, mit entzückenden, extrem freundlichen Menschen“

Die Reise hat bei Hammer Eindruck hinterlassen: „Es ist ein beeindruckend schönes Land, mit entzückenden, extrem freundlichen Menschen.“ Imponiert habe ihn die offene Art. Anhand der Kinder habe er festgestellt: „Lebensfreude hat nichts mit materiellem Reichtum zu tun.“ Vor allem habe er gesehen, was alles die Spenden aus seiner Heimat bewirken können.

„Mehr als 53.000 Operationen am Grauen Star könnten allein 2016 mit Spendengeldern aus Niederösterreich ermöglicht werden“, freut er sich. Im vergangenen Jahr spendeten rund 17.000 Niederösterreicher insgesamt mehr als 1,6 Millionen Euro an Licht für die Welt.