Viele Silvester-Einsätze für die Badener Wehren. Auch in der Silvesternacht 2019 auf 2020 mussten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Bezirk Baden zu einigen Einsätzen ausrücken. Vorwiegend waren fehlgeleitete Feuerwerkskörper der Einsatzgrund, so das BFK Baden in einer Aussendung zu Neujahr.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 01. Januar 2020 (19:39)

Kurz nach Mitternacht (gegen 0.10 Uhr) langten die ersten Notrufe im neuen Jahr 2020 bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden ein. Mehrere Anrainer aus Traiskirchen wählten die 122, nachdem eine Hecke in einer Wohnsiedlung in Brand geriet. Rasch konnte diese durch die eingetroffene Einsatzmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Traiskirchen-Stadt komplett abgelöscht werden.

Nur wenige Minuten später um 0.14 Uhr wurde bei der Bezirksalarmzentrale von der Polizeileitstelle ein Heckenbrand in Pottendorf gemeldet. "Anrainer waren auf den Feuerschein bei einer Brücke im Waldbereich des Werkskanals Ecke Spinnereipark aufmerksam geworden und hielten Nachschau", hielt das Bezirksfeuerwehrkommando (BFK) Baden in einer Aussendung fest. Als die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Pottendorf kurze Zeit später eintraf, standen mehrere Quadratmeter der dortigen Böschung direkt neben dem Werkskanal in Brand und die Flammen erfassten bereits auch einige Bäume.

Mit der Vornahme zweier Löschleitungen gelang es den Feuerwehreinsatzkräften die weitere Ausbreitung zu verhindern und den Brand einzudämmen. Eine im Brückenbereich vorbeilaufende Kabelleitung wurde durch den Brand beschädigt. Aufgrund der Informationen durch die Anrainer, dass sie einige Personen auch weglaufen sahen und im Bereich direkt neben der Brandstelle auch fragwürdige Gegenstände von diesen zurückgelassen wurden, forderte der Feuerwehreinsatzleiter Kommandant Adolf Pfingstl auch die Polizei an.

Um 0.17 Uhr stand dann eine Hecke in Tattendorf in Brand. Und es sollten nicht der letzte Brand in dieser Nacht gewesen sein. Um 00.23 Uhr und um 00.27 Uhr wurden Flurbrände in Oberwaltersdorf und in Günselsdorf bei der Feuerwehr gemeldet.

"Besonders brenzlig war dann noch die Situation bei einem neuerlichen Brand in Traiskirchen, als im Garten eines Mehrparteienhauses die Müllinsel in Brand geriet", berichtete das BFK Baden. Die Flammen konnten sich in dem Holzverschlag rasch ausbreiten und binnen kürzester Zeit stand dieser in Vollbrand. Mehrere Anrainer wählten den Feuerwehrnotruf 122.

Beim Eintreffen des ersten Tanklöschfahrzeuges der FF Traiskirchen-Stadt war die Strahlungshitze schon so groß, dass eine Fensterscheibe vom Wohngebäude barst und der Brand auch überzuspringen drohte. Mittels Vornahme zweier Löschleitungen konnte dieses jedoch erfolgreich verhindert und der Brand der Müllinsel rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Eine anschließende Kontrolle der Fassade des Wohnhauses mittels Wärmbildkamera ergab jedoch, dass eine weitere Brandgefahr bestand. So wurde von den Feuerwehreinsatzkräften an drei Stellen in der stark erhitzten Fassade kleine Öffnungen geschaffen, um mittels einer sogenannten Löschlanze geringe Mengen an Wasser einbringen zu können bis die Brandgefahr endgültig gebannt war. Bezüglich der Brandursache nahm die Polizei vor Ort die Erhebungen auf. Vermutet werden kann jedoch, dass auch hier ein Feuerwerkskörper der Auslöser war. Verletzt wurden bei allen Bränden zum Glück niemand.

Die FF Stadt Bad Vöslau unterstützte in der Neujahrsnacht gegen ca. 01 Uhr die Rettungskräfte beim Abtransport einer Patientin.

Noch vor Mitternacht rückten die Freiwilligen Feuerwehren St.Veit a.d Triesting, die FF Mitterndorf a.d Fischa, und die FF Oberwaltersdorf, sowie bereits am Nachmittag des 31. Dezember 2019 auch die FF Leobersdorf zu Flur- oder Heckenbränden aus. Auch mehrere Brandsicherheitswachen waren von Feuerwehren aus dem Bezirk Baden in der Silvesternacht im Einsatz.

Insgesamt standen im Zeitraum vom (31.12.19 um 15.20 Uhr bis 01.01.2020 um 01.30 Uhr) 10 Feuerwehren aus dem Bezirk Baden bei 16 Feuerwehreinsätzen im Rahmen der Feuer- und Gefahrenpolizei im Einsatz.

Auch am Neujahrstag mussten die ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräfte auch tagsüber zu weiteren Feuerwehreinsätzen ausrücken.