Keine dunklen Ecken in Baden

Erstellt am 11. August 2022 | 05:32
Lesezeit: 3 Min
Laterne Straßenlaterne Straßenbeleuchtung
Symbolbild
Foto: shutterstock.com/daizuoxin
Die Diskussion, Energie einzusparen, indem man Licht einspart, hat die Stadt erfasst.
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Ihre Absicht, einen Maßnahmenplan zu entwickeln, um in der Stadt Energie und damit Strom einzusparen, tat die Regierungskoalition am Rande einer Pressekonferenz kund. Dabei ging es eigentlich um die Optimierung der Radwege.

„Überall dort, wo wir bereits LED-Beleuchtung haben, können wir jeden zweiten Leuchtpunkt ausschalten“
Vizebürgermeisterin Helga Krismer

„Überall dort, wo wir bereits LED-Beleuchtung haben, können wir jeden zweiten Leuchtpunkt ausschalten“, erläuterte Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Grüne. Die Nachtschaltung werde sowieso ab 22.30 Uhr aktiv, es gehe darum, „den Überluxus zu reduzieren“, sagte Krismer. Darunter verstehe sie die Beleuchtung von Objekten und Werbeflächen, in der Stadt Baden sei die Pestsäule mitten im Zentrum nur mehr das einzige Objekt, das die Nacht über beleuchtet wird, im Gegensatz zur Stadtpfarrkirche, der Ruine Rauhenstein, dem Stadttheaer, dem Casino und dem Rathaus.

„Ich will keine dunklen Ecken.“

Was Krismer nicht wolle, sei auch klar: „Ich will keine dunklen Ecken. Man kann die Beleuchtung nicht überall reduzieren. Ausleuchten ist auch ein Sicherheitsaspekt und als Frauensprecherin möchte ich, dass sich Frauen und Mädchen in unserer Stadt wohlfühlen“. Baden sei eine Stadt, die von Gas versorgt wird. Das Absenken der Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden stehe ebenso auf der Agenda, die man umsetzen müsse.

Peter Koczan, Mandatar von „wir badener“, hatte auf seiner Facebook-Seite schon Ende Juli gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um Licht in der Stadt einzusparen. „Dazu gibt es bereits Überlegungen in Städten wie etwa Salzburg“, sagt Koczan, für den das Thema oberste Priorität hat. Er fordert die Regierungskoalition auf, „entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Sonst werden wir in der ersten Sitzung im September einen entsprechenden Antrag einbringen“.

„Wir setzen hier auf Eigenverantwortung.“

Und auch die NEOS fordern: „In der größten Energiekrise seit 50 Jahren müssen auch die Kommunen Verantwortung übernehmen. Klares Ziel muss es sein, angesichts der rapide steigenden Energiekosten, den Energiebedarf in der Stadt Baden sowohl kurzfristig als auch nachhaltig zu senken.“

Was die Beleuchtung von Geschäftslokalen betrifft, meinte Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP: „Wir setzen hier auf Eigenverantwortung. Es obliegt jedem Unternehmer selbst, wie er sich bezüglich Beleuchtung entscheidet.“

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