Baden: Fernwärme für Melkergründe

EVN will Versorgungsnetz erweitern, Stadtgemeinde ist mit im Boot.

Erstellt am 03. November 2021 | 05:16
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Hackschnitzel sorgen für feinstaubarme Wärme.
Foto: EVN

Die EVN betreibt seit vielen Jahren in Baden umweltschonende Naturwärmeversorgung auf Basis von Biomasse. Auch wenn sich das Biomassefernheizwerk geografisch streng genommen in Tribuswinkel befindet.

Nun sollen auch die Melkergründe/Leesdorf erschlossen werden. EVN-Sprecher Stefan Zach erläutert: „In Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Baden planen wir eine Erweiterung des Versorgungsnetzes, das den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Zugang zu umweltfreundlicher Wärme ermöglichen soll.“

In den Genuss dieser Wärme sollen die Bewohner der Melkergründe kommen. Sie haben bereits bei einer Befragung der Stadtgemeinde Baden im März 2021 ihr Interesse bekundet.

Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP, und Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Grüne, erklären: „Die gemeinsame Vorgehensweise ist uns wichtig, um in Baden den Ausstieg aus der fossilen Wärmeversorgung zu schaffen. Dazu braucht es transparente Information, interessierte Kunden, die sich für eine biogene Wärmeversorgung durch die EVN Wärme entscheiden und den Partner EVN Wärme, der die Netzerweiterung offensiv umsetzt.“

Der Stadtchef fügt hinzu: „Die in Frage kommenden Häuser sind an die 25 Jahre alt. Die Gasthermen sind in die Jahre gekommen, Ölkesselheizungen werden keine mehr bewilligt. Es ist also der ideale Zeitpunkt, um auf Fernwärme umzusteigen.“

Stadt bietet Förderung bei Umstieg an

Zach hält den Zeitpunkt für besonders günstig: „Aktuell können wir den Anschluss an die Wärmeversorgung dank großzügiger, öffentlicher Fördermittel und einer Sonderförderung der Stadt Baden zu einem äußerst attraktiven Fixpreis anbieten.“ Zu den Naturwärmekunden in Baden zählen bis jetzt Haushalte, Wohnhausanlagen, 70 Prozent der städtischen Verwaltungsgebäude wie das Krankenhaus, die Römertherme und das Casino.