Teams bleiben nach der Wahl in Bad Vöslau bestehen. Bürgermeister Christoph Prinz ist Vorzugsstimmenkaiser. FPÖ verliert Posten des Stadtrates.

Von Roland Weber. Erstellt am 04. Februar 2020 (03:42)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Die Gemeinderatswahl 2020 ist geschlagen und die Vorzugsstimmen sind ausgezählt. Die Auszählung ergibt kaum Änderungen der Teams. Die ersten Gespräche haben bereits begonnnen.

Von den 2.994 Stimmen der Liste Flammer wurden 804 mit Vorzugsstimmen abgegeben. (siehe Info-Box). Den Löwenanteil von 500 erhält Bürgermeister Christoph Prinz. „Wir haben keinen aggressiven Vorzugsstimmenwahlkampf geführt. Mein persönliches Ergebnis von 500 Stimmen freut mich und ich sehe es auch als Bestätigung des Kurses“, betonte Prinz.

Bei der SPÖ hat man keinen Vorzugsstimmenwahlkampf geführt. Von den 562 SPÖ-Stimmen wurden 89 mit Vorzugsstimme abgegeben.

Spitzenkandidat Karl Wallner hat 24 Vorzugsstimmen erhalten und bleibt Stadtrat wie er gegenüber der NÖN bestätigt. „Welches Ressort übernommen wird, wird sich nach den Gesprächen mit dem Bürgermeister herausstellen“, berichtet Wallner weiter. Momentan bleibt das SPÖ-Team noch unverändert. „Wir werden aber in den kommenden zwei bis drei Jahren beginnen, das Team strukturell zu verändern und jüngere Leute zu integrieren“, bestätigt Wallner.

Keine Änderungen wird es auch bei der ÖVP geben. Von den 731 Stimmen wurden 224 mit Vorzug abgegeben. Spitzenkandidat Karl Lielacher erhielt 69 Vorzugsstimmen. „Aufgrund der Vorzugsstimmen gibt es keine Veränderungen im Team. Wir werden uns zusammensetzen und nach den Beratungen steht fest, welcher Gemeinderat sein Mandat tatsächlich annimmt und in das Ortsparlament einzieht“, erläutert Lielacher.

Er selbst bleibt Stadtrat und könnte sich vorstellen, die Agenden des scheidenden FPÖ-Stadtrates Franz Sommer im Liegenschaftsverwaltungsausschuss zu übernehmen. „Da ich schon bisher für nicht verbaute Liegenschaften im Land- und Forstwirtschaftsausschuss verantwortlich war, könnte ich mir vorstellen, die Aufgaben für verbaute Liegenschaften auch zu übernehmen“, meint Lielacher. . Ob er – so wie bisher – auch wieder für den Umweltbereich zuständig ist, bleibt noch offen. Die Agenden für Umwelt könnten zu den Grünen wandern. Dort ist die Freude über den Zugewinn groß, wenngleich die absolute Mehrheit der Liste Flammer nicht gebrochen wurde. Nun möchte man zwei Stadträte stellen.

„Wir wünschen uns jedenfalls eine neue Form der Zusammenarbeit und streben die Ressorts Verkehr und Umwelt an, aber wir sind auch so realistisch, dass es eine absolute Mehrheit gibt“, sagt Eva Mückstein, auf die 65 der 135 Vorzugsstimmen entfallen. Insgesamt erhält man 1.105 Stimmen. Alexander Laimer, Spitzenkandidat der NEOS bedauert, dass sich der Stadtrat knapp nicht ausgeht. „Uns fehlen 31 Stimmen auf das dritte Mandat. Wir hoffen, dass wir bei der Ausschussarbeit einbezogen werden“. Er erhält 30 der 107 Vorzugsstimmen.

Die FPÖ verliert den Stadtratsposten. Die zwei Mandate werden von Peter Gerstner und Eduard Mayer angenommen. Ein enttäuschter Peter Gerstner erklärt: „Wir werden zwar zu den Ausschüssen eingeladen und können Vorschläge einbringen, ob diese auch angenommen werden, ist eine andere Frage, denn Stimmrecht haben wir keines.“