Enzesfeld-Lindabrunn

Erstellt am 17. Januar 2017, 05:01

von NÖN Redaktion

Alkolenker mäht zwei Kinder um: Keine Haft. Der Alptraum aller Eltern wurde im August 2016 in Enzesfeld Realität. 20-jähriger verletzte zwei Teenager schwer.

 |  NOEN, Symbolbild

Mit 90 Stundenkilometern raste ein 20-jähriger im August 2016 durchs Ortsgebiet, touchierte, so die Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft, den Randstein, geriet daraufhin ins Schleudern und krachte in eine Bushaltestelle.

Schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht

Dort warteten zwei Teenager auf den Bus. Beide hatten keine Möglichkeit zu reagieren und wurden niedergemäht. Schwer verletzt wurden sie ins Krankenhaus eingeliefert. Ein sofortiger Alkotest beim Lenker ergab 1,01 Promille. Dem jungen Mann wurde nun am Landesgericht Wiener Neustadt der Prozess gemacht.

Sein Anwalt Christian Hirsch versuchte gar nicht, den Vorfall zu beschönigen: „Mein Mandant legte sofort ein umfassendes Geständnis ab.“ Die Richterin fand deutliche Worte für diese Tat. „Sie wussten, dass Sie Ihren Vater abholen werden und haben schon einmal den Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer für sechs Monate abgeben müssen.“ Der Angeklagte beteuerte, dass jetzt mit dem Alkohol Schluss sei.

Unfallopfer leiden an Folgeschäden

Die Unfallopfer, ein 15-jähriges Mädchen und ein 14-jähriger Bursche, leiden noch heute an den Folgen. Sachverständiger Ferdinand Barek erläuterte, dass beide einen zweifachen Beckenbruch und zahlreiche andere Verletzungen erlitten.

Der Bursche kann bis heute dem Schulunterricht nicht beiwohnen. Sein zertrümmertes Schienbein macht ihm immer noch zu schaffen. Das Mädchen wurde vom Auto durch die Rückscheibe der Haltestelle geschleudert und erlitt eine Gehirnerschütterung sowie zahlreiche Schnittwunden. Trotzdem fiel das Urteil milde aus: 2.500 Euro Geldstrafe und sieben Monate bedingte Haft. Der 20-Jährige muss also nicht hinter Gitter.