Nur 27 Prozent stimmten bei Bürgerentscheid ab. Die Enzesfeld-Lindabrunner bestätigten die Linie des Ortschefs zur Causa „Ortszentrum neu“. Opposition interpretiert das Ergebnis jedoch ein wenig anders.

Von Stephanie Pirkfellner. Erstellt am 28. November 2017 (05:21)
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Im September des Vorjahres wurde ein gemeinsamer Initiativantrag von SPÖ, FPÖ und Team Nemetz eingebracht, welcher eine Volksbefragung zum Thema „Eigentumsrechte an Zentrumsgrundstücken der Gemeinde“ zum Ziel hatte.

Am vergangenen Sonntag war es nun so weit und die Volksbefragung fand statt. Dabei wurden zwei Fragen an die Bürger gestellt: „Soll die Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn auch in Zukunft Eigentümer ihres Rathauses bleiben?“

Fragestellung als Hindernis?

Und die zweite Frage lautete: „Soll die Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn die in ihrem Besitz stehenden Grundstücke in der Kernzone zur Verbesserung der Infrastruktur entwickeln?“ Frage eins beantworteten 83 Prozent der Bürger mit „ja“, bei Frage zwei waren 67 Prozent dafür. Allerdings nahmen an dieser Befragung lediglich 27 Prozent der Bürger teil.

Dazu SP-Fraktionschef Franz Meixner: „Die erste Frage entsprach dem Wortlaut der Initiative. Allerdings wurde die zweite Frage im Vorfeld durch Liste Schneider und ÖVP so verändert, dass sie nicht mehr dem ursprünglichen Gedanken der Initiative entsprach. Weil ‚Entwickeln der Grundstücke‘ absolut keine Aussage über Besitzverhältnisse trifft, haben bemerkenswerterweise 354 der 1038 Wähler diese Frage gar nicht beantwortet, also mehr als ein Drittel. Jede Entwicklung, die künftig stattfinden soll, muss sich daher nach dieser klaren Mehrheit richten.“

„Das eindeutige Ergebnis ist eine besondere Freude für mich"

Bürgermeister Franz Schneider (Liste Schneider) sieht sich in seiner Arbeit für die Gemeinde bestätigt: „Das eindeutige Ergebnis ist eine besondere Freude für mich. Daran sieht man, dass sich die Mitbürger für Ehrlichkeit und Handschlagqualität entschieden.“

Schneider betrachtet es als große Ehre, weiterhin für die Zukunft der Gemeinde „in gewohnter Form Verantwortung tragen zu dürfen. Ich werde mich auch weiterhin nicht von meiner Linie abbringen lassen, denn ich will nur das Beste für die Entwicklung unseres Heimatortes.“