Architektur Badens in neuem Buch vertreten. In einem neuen Band wird die architektonische Epoche 1848 bis 1918 abgebildet. Auch Baden ist prominent vertreten.

Erstellt am 13. Mai 2017 (05:00)
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Ein Prachtbau: Die Rainer-Villa wird von der Familie Kosak erhalten.
Andreas Buchberger

Der vierte und neue Band der Buch-Reihe „Architekturlandschaft Niederösterreich“ zeigt Bauwerke aus den Jahren 1848 bis 1918 in einer typologischen Reihenfolge. Das Buch erscheint zweisprachig und versteht sich als Architekturreiseführer, diesmal durch ganz Österreich.

Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von der österreichischen Revolution über die Thronbesteigung Kaiser Franz Josefs I. bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und dem Sturz der Donau-Monarchie. Diese turbulente Phase wird anhand makanter und herausragender Bauwerke optisch dargestellt.

Es war eine Zeit tief greifender und für das Bauenwesen wesentlicher Veränderungen. Durch die Abschaffung der Grundherrschaft, dem Bau des Eisenbahnnetzes und dem Ausbau des Gemeinde- und Verwaltungswesens, der Industrialisierung mit ihrem generellen wirtschaftlichen Aufschwung und dem Aufkommen der „Sommerfrische“ kam es zu einer intensiven Bautätigkeit. Die stilistische Prägung der Gebäude ist bunt gemischt und reicht vom Historismus über den Jugendstil bis hin zur Moderne.

Theophil Hansen, Sicardsburg & van der Nüll, Carl von Ghega, Fellner & Helmer, Otto Wagner, Josef Hoffmann, Clemens Holzmeister und Josef Frank sind nur einige Architekten, die für diese Epoche stehen und deren Werke in dem Band dokumentiert werden. Eines der vorgestellten wichtigen Bauwerke, ist die Rainer Villa, die „Modellvilla des Historismus“ schlechthin. Die Villa wurde 1867 vom jungen Otto Wagner geplant und ist eine der prachtvollsten Bauten der Jahrhundertwende.