Badenerin in Mexiko: Angst vor nächstem Beben. Barbara Dopplinger aus Baden studiert in der zweitgrößten Stadt Mexikos. Sie selbst hat vom Erdbeben nichts mitbekommen, aber viele fürchten sich vor dem nächsten.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 27. September 2017 (03:06)
NOEN, privat
Masterstudentin Barbara Dopplinger in Peña de Bernal, einem keinen Städtchen nähe Mexico City in den Bergen.

Die Badenerin Master-Studentin Barbara Dopplinger macht derzeit ein Auslandssemester in der zweitgrößten Stadt Mexikos – in Guadalajara. Seit Anfang August studiert sie an der Universidad de Guadalajara „Cinematografia“, das Pendant zu ihrem österreichischen Studiengang „Digitale Medientechnologien“ der FH St. Pölten.

Der NÖN erzählte sie, wie sie selbst die jüngsten Erdbeben in Mexiko erlebt hat und wie derzeit die Stimmung im Land ist: „Ich persönlich habe es nicht mitbekommen“, erzählt sie, fügt aber hinzu, Menschen zu kennen, die Vibrationen des Bebens in Mexiko City bis in die rund sieben Stunden entfernte Stadt gespürt haben.

„Alle rufen dazu auf, zu spenden“ 

Nach dem Beben würden sich viele Menschen in der Stadt fürchten, dass Guadalajara als Nächstes von einer solchen Naturgewalt betroffen sein könnte. Vor allem sei aber die Hilfsbereitschaft der Menschen riesengroß. „Alle rufen dazu auf, zu spenden“, erzählt Dopplinger, die auch von Universitätsvortragenden berichtet, die vor dem Beginn ihrer Lehrveranstaltung darauf hinweisen, wie man helfen kann.

Viele Freiwillige aus Guadalajara sind selbst ins betroffene Gebiet gefahren, um vor Ort helfen zu können. Allerdings: „Teilweise wurden sie wieder weggeschickt, weil einfach so viele da sind“, erzählte die Austausch-Studentin.

Sie selbst wird noch bis Mitte Jänner 2018 in Mexikos zweitgrößter Stadt leben, „Weihnachten werde ich heuer am Strand feiern“, so die Studentin.