Gedenkplatz wird aufgewertet

Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus bekommt neue Gedenktafel. Kranzniederlegung der Stadt.

Andreas Fussi
Andreas Fussi Erstellt am 13. Dezember 2019 | 03:07
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Bürgermeister Stefan Szirucsek und Vizebürgermeisterin Helga Krismer sowie zahlreiche Vertreter aus dem Gemeinderat machten bei der Kranzniederlegung deutlich, dass sich Baden mit seiner Geschichte auseinandersetzt und „nie vergessen“ wird.
Foto: psb/sap

Das im April 2017 eröffnete Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Josefsplatz „Counterpoles / Widerstäbe“, wird aufgewertet. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Stele (Gedenktafel, Anm.) für das Mahnmal erneuert wird. Die Erklärung auf einer kleinen Tafel hat immer wieder Anlass zur Kritik gegeben. Nun soll eine neue auffälligere Stele errichtet werden, welche mehr Informationen enthält und deutlich lesbarer ist. Die geschätzten Kosten betragenrund 24.000 Euro.

Zuletzt hat die Mahnmalgruppe Baden dazu eingeladen, im Rahmen einer Gedenkstunde der Tragödien rund um die Novemberprogrome zu gedenken. Baden, einst eine der größten jüdischen Gemeinden in Österreich, verlor 1938 bis 1945 unzählige Mitglieder, die den Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Beim Gedenken mit dabei waren neben der Stadtführung zahlreiche Vertreter aus dem Gemeinderat, die der Symbolik dieser Veranstaltung zusätzlichen Nachdruck verliehen.

„Es ist schön zu sehen, wie nun auch die Stadt Verantwortung bekennt und mit dieser Kranzniederlegung ihren Teil zur Geschichtsaufarbeitung beiträgt“, hielt dazu SPÖ-Stadtrat Markus Riedmayer fest und verwies darauf, dass jahrelang nur die SPÖ solche Gedenkveranstaltungen abgehalten hatte.