Bundespräsident besucht Seibersdorfer IAEO. Alexander Van der Bellen würdigt Standort der Atomenergiebehörde (IAEO) in Seibersdorf.

Erstellt am 18. Oktober 2018 (12:02)
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Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Mittwoch die zehn Laboratorien der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Seibersdorf. Diese spielen eine wichtige Rolle bei den Aktivitäten der IAEO in den Bereichen nukleare Non-Proliferation („Safeguards“), Ernährung und Landwirtschaft, menschliche Gesundheit, industrielle Anwendungen und Umwelt.

Diese Laboratorien sind ein Zentrum wissenschaftlicher Exzellenz und ein weiterer Grund für Österreich, stolz darauf zu sein, die IAEO in unserem Land zu beherbergen.“

„Es ist beeindruckend, auf welche Weise die Labors der IAEO konkrete Beiträge zur menschlichen Entwicklung und zur nuklearen Nichtverbreitung leisten, zwei der dringendsten globalen Probleme unserer Zeit“, sagte Van der Bellen. Und: „Diese Laboratorien sind ein Zentrum wissenschaftlicher Exzellenz und ein weiterer Grund für Österreich, stolz darauf zu sein, die IAEO in unserem Land zu beherbergen.“

Der IAEO Standort in Seibersdorf öffnete seine Pforten 1962 mit weniger als 40 Mitarbeitern und hat seine Größe seitdem mehr als verdoppelt. Mittlerweile, beschäftigt er mehr als 200 Personen und bildet jedes Jahr über 250 Wissenschaftler aus der ganzen Welt aus. Er umfasst zwei analytische Labors für nukleare Non-Proliferationskontrollen und acht Laboratorien für Anwendungen der Kerntechnik. Van der Bellen betonte die Rolle der Laboratorien dabei zu helfen, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. „Ich freue mich sehr, dass viele österreichische Institutionen eng mit ihnen zusammenarbeiten.“

Während des Besuchs besichtigte der Präsident mehrere der Laboratorien und wurde über ihre Arbeit informiert. Seit der Eröffnung der IAEO Laboratorien in Seibersdorf vor sechs Jahrzehnten hat die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen erheblich zugenommen, da sich die Anzahl der IAEO Mitgliedstaaten mehr als verdoppelt hat, erfuhr der prminente Gast.

Die Behörde startete 2014 ein Modernisierungsprojekt mit dem Bau neuer Gebäude und der Modernisierung von Ausrüstung und Infrastruktur. Im Rahmen des Projekts zur Renovierung der Laboratorien für Anwendungen der Kerntechnik (ReNuAL) wurden außerbudgetäre Mittel in Höhe von über 32 Millionen Euro und Sachleistungen von verschiedenen Gebern, einschließlich 34 Mitgliedstaaten, aufgebracht.

Die Forschungen in Seibersdorf helfen etwa Lebensmittel sicherer zu machen, Schädlingsbekämpfung zu forcieren und die Nutzung von Strahlungstechnologien zur Krebsbehandlung zu maximieren.