Mega-Hochwasserschutz-Projekt schreitet voran

200 Lkws mit Schotter rollen täglich zur Baustelle in Fahrafeld. Leobersdorfs Bürgermeister ist bei Projekt federführend.

Erstellt am 08. Oktober 2020 | 04:55
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Ein 750.000 Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken soll Leobersdorf und die Triestingtalgemeinden bei der nächsten Hochwasser-Katastrophe vor Überschwemmungen schützen.
Foto: Drone Media

Bereits seit Wochen rollen 200 schotterbeladene Lkws täglich zur Hochwasserschutz-Großbaustelle nach Fahrafeld. Gemanagt wird das 43 Millionen Euro-Projekt vom Leobersdorfer Rathaus aus. Bürgermeister Andreas Ramharter (LZL) ist Obmann des federführenden Triesting Wasserverbandes: „Die Bagger rollen zwar erst seit knapp drei Monaten, der Baufortschritt am künftig zweitgrößten Hochwasserrückhaltebecken Niederösterreichs verläuft aber bisher gut nach Plan.“

Die Megabaustelle zieht sich über 1,6 Kilometer durch das Triestingtal . Nach der Fertigstellung sollen zwei Riesendämme mit einer Gesamtlänge von mehr als 2,6 Kilometern und bis zu neun Metern Höhe zwischen Eisenbahntrasse und Bundesstraße ein gigantisches Rückhaltebecken für 750.000 Kubikmeter Wasser bilden. Aufgrund der geplanten Positionierung des Dammes wird später auf einer Länge von einem Kilometer eine Verlegung der Triesting notwendig. Nahezu fertiggestellt ist bereits die Aufstandsfläche für den bahnseitigen Damm.

Für dieses zwischen zehn und 50 Meter breite Fundament werden nach Abtragung der Humusschicht täglich rund 5.000 Tonnen Schotter aus Steinhof und Sollenau per Lkw angeliefert. Ende 2022 soll das Triestingtal - und auch Leobersdorf - mit den neugeschaffenen 30 Hektar Staufläche dann für ein 100-jähriges Hochwasser gerüstet sein.