Fall Sofia: Mädchen schickte Vater Videobotschaft

Erstellt am 29. August 2013 | 12:04
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 26114
Foto: NOEN, DIETMAR HOLZINGER
Im grenzüberschreitenden Sorgerechtsstreit um die sechsjährige Sofia aus St. Veit (Bezirk Baden) ist nach wie vor keine Annäherung der Expartner in Sicht.
Werbung
Deswegen hat nun das Mädchen selbst Kontakt zu seinem italienischen Vater aufgenommen - mit einer Videobotschaft, bestätigte die Anwältin der Mutter, Astrid Wagner, am Donnerstag entsprechende Medienberichte: "Sehr rührend sagt sie zu ihrem Papa, er kann sie besuchen kommen und bei ihr wohnen."

Vater am Handy nicht erreichbar, Video bei dessen Anwalt

Das Video ist laut Wagner am Donnerstag bei Rechtsanwalt Robert Lackner, der den Vater vertritt, eingelangt.

"Wir haben mehrmals versucht, den Vater am Handy zu erreichen, aber es war bisher nicht möglich", berichtete die Anwältin. Das soll nun mit der Videobotschaft der Tochter gelingen. "Wir versuchen alles, um Kontakt aufzunehmen", so Wagner.

Nach Trennung 2008 aus Italien geflüchtet

Das Sorgerecht für Sofia wurde in sämtlichen Instanzen - vom OGH in Österreich über den EuGH und den EGMR - dem italienischen Vater zugesprochen. Die Eltern hatten mit der Kleinen bis Jänner 2008 in Norditalien zusammengelebt, als es zur Trennung kam.

Kurz darauf flüchtete die Mutter mit dem Kind in ihre Heimat Österreich, angeblich vor ihrem gewalttätigen Lebensgefährten. Ein jahrelanger Sorgerechtsstreit entbrannte.




Werbung