Großbrand in Furth an der Triesting. Beim Brand eines Wohnhauses wurde Freitagabend eine Familie mit Drillingen teilweise schwer verletzt. 99 Feuerwehrkräfte standen im Einsatz, um das Feuer zu löschen.

Von Andreas Fussi. Update am 27. Februar 2021 (07:56)

Am Freitag, 26. Februar, wurden die Feuerwehren Furth, Weissenbach, Altenmarkt, Nöstach, Pottenstein und Berndorf um 17:34 Uhr von der Bezirksalarmzentrale Baden zu einem "Dachstuhlbrand (Alarmstufe B3) in Furth" alarmiert.

In einem Arbeiterwohnhaus des Sägewerkes kam es zu einem Brand. „Das Feuer brach vermutlich im Dachgeschoß des Holzhauses, in dem eine Familie mit drei Kindern lebt, aus. Die Familie war zum Zeitpunkt des Brandes zu Hause und konnte das Haus in letzter Sekunde selbständig verlassen“, heißt es im Bericht der Pressestelle des Abschnittsfeuerwehrkommandos Pottenstein.

Die Flammen breiteten sich schnell in dem alten Gehölz aus. Ein Nachbar, der das Geschehen beobachtet hatte, alarmierte geistesgegenwärtig über Notruf 122 die Feuerwehr.

Beim Eintreffen der ersten Tanklöschfahrzeuge stand bereits das Obergeschoß im Vollbrand. „Im Schock war die Mutter weitere Male ins Haus gerannt, um einige Habseligkeiten zu retten. Der Einsatzleiter konnte die Frau davon abhalten. Da zu diesem Zeitpunkt durch ungenaue Angaben nicht klar war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, durchsuchte ein Atemschutztrupp das Erdgeschoß, das inzwischen ebenfalls von den Flammen befallen war“, berichtet der Pressestelle.

„Da sich zum Glück keine Menschen mehr im brennenden Gebäude aufhielten, konnte der Schwerpunkt auf die Brandbekämpfung rund um das Objekt  gelegt werden“, heißt es. Immer mehr Feuerwehren trafen ein und so konnten die  Flammen unter Kontrolle gebracht werden.

Mutter in Spital geflogen

Sanitäter des Roten Kreuzes kümmerten sich medizinisch um die Familie. Der Vater und die drei Kinder wurden leicht verletzt und wurden in ein nahegelegenes Spital gebracht.  Die Mutter musste vom Notarzt erstversorgt und mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 3 in eine Spezialklinik geflogen werden.

„Die Löscharbeiten erwiesen sich als schwierig, da in den Zwischenräumen der Holzriegelwände immer wieder versteckte Glutnester das Feuer entfachten. Mit Wärmebildkameras wurden diese lokalisiert und abgelöscht. Mit Drehleiter und Krankorb musste auch teilweise die Dachdeckung geöffnet werden, um die glosende Wärmedämmung im Gebälk zu löschen. Ein Schwerpunkt des Einsatzes war, die angrenzenden Nebengebäude sowie die nahestehende Halle des Sägewerks vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen“, berichtet die Feuerwehr-Pressestelle.

Insgesamt standen 99 Mann mit 18 Fahrzeugen aus sechs Feuerwehren im Einsatz. Zur Brandursache und dem entstandenen Sachschaden können bislang noch keine Angaben gemacht werden.