Weichen für „La Gacilly Baden Photo“ sind gestellt. Stadtgemeinde fixiert Fördermittel für Durchführung von Fotofestival „Im Osten viel Neues“.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 04. Februar 2020 (04:18)
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Mit schnellen Schritten geht es in Richtung „La Gacilly Baden Photo“, das heuer zum dritten Mal Baden in eine Stadt voller Bilder im öffentlichen Raum verwandelt.Gacilly-Baden Photo
William Albert Allard/Festival La

Einen Erfolg für Baden kann Lois Lammerhuber mit dem Fotofestival „La Gacilly Baden Photo“ schon jetzt verbuchen: National Geographic bringt am 22. April einen zweistündigen Dokumentarfilm über den engagierten Einsatz von Jane Goodall. Dabei werden auch Ausschnitte gezeigt, als die weltberühmte Umweltaktivistin im Sommer des vergangenen Jahres im Rahmen des Fotofestivals Baden besucht hat.

Lammerhuber selbst ist bereits in den Vorbereitungen für das dritte Festival, nachdem im Gemeinderat zuletzt Beschlüsse zur Fortführung gefasst worden waren. Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen der Stadtgemeinde und dem Verein „Foto Festival Baden“ auf fünf Jahre angedacht. Das Thema heuer lautet „Im Osten viel Neues“ und würdigt die zeitgenössische Fotografie in Russland und den Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR. 25 Fotografen, ein Fotografenkollektiv und 16 Schulen visualisieren das Thema in 2.000 Bildern, „verbunden mit einem Plädoyer für Frieden, Toleranz und Miteinander, getragen von humanistischer Gesinnung“, sagt Lammerhuber.

„Im Osten viel Neues“

Maßnahmen zur Fortführung waren unter anderem der Abschluss einer Fördervereinbarung mit dem Verein „Foto Festival Baden“ zur Umsetzung des Fotofestivals in Baden im Jahr 2020. Dabei wurde ein Förderbetrag von 150.000 Euro gewährt, ebenso eine Ausfallshaftung von 100.000 Euro sowie die für die Durchführung notwendigen Lieferungen und Leistungen im Wert von 100.000 Euro. Zudem bewilligte der Gemeinderat, dass wieder von dritter Seite an die Stadt Baden zufließende Fördermittel an den Verein „Foto Festival Baden“ weitergeleitet werden.

123.000 Euro fehlten wegen Sponsor-Ausfall

Die Ausfallshaftung wird dann schlagend, falls es „trotz redlichen Bemühens nicht gelingt, die für die Durchführung des Fotofestivals notwendigen Ausgaben durch Einnahmen wie von Merchandising- und Sponsoring zu decken. Die Haftung ist zuletzt bereits wirksam geworden, da durch das Ausbleiben erwarteter Sponsorleistungen ein Jahresfehlbetrag von 123.424 Euro zu verzeichnen war. Um das Festival „für die Zukunft sicher zu stellen, ist es notwendig, die in der Gemeinderatssitzung vom 11. Dezember 2018 beschlossene Ausfallshaftung für die Durchführung des Fotofestivals 2019 von 100.000 Euro zur Auszahlung zu bringen“, informierte Tourismusstadträtin Erna Koprax.

Abgesehen von den 2018 und 2019 mit der Durchführung des Fotofestivals geleisteten Personalstunden von Mitarbeitern der Stadtgemeinde konnte damit laut Koprax – unter Berücksichtigung der Ausfallshaftung – die finanzielle Zuwendung der Stadt Baden für dieses Festival von 473.090 Euro im Jahr 2018 auf nunmehr rund 357.800 Euro im Jahr 2019 reduziert werden. Etwa 290.000 Besuche wurden während der Zeit des Fotofestivals (1. Juni bis 30. September) gemessen – basierend auf Smartphone-Bewegungen unter der Ägide des österreichischen Beratungsunternehmens KPMG. Die Tourismusdirektion betont, dass die in den letzten zwei Jahren gestiegenen Nächtigungszahlen auf das Festival zurückzuführen seien.

„Eine weitere Erhöhung der Tourismuszahlen ist bei Fortbestand des Festivals zu erwarten“, ist Direktor Klaus Lorenz überzeugt. „Das Festival leistete auch im zweiten Jahr einen großartigen Beitrag zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Baden“, betont er und hebt dazu die breite Medienberichterstattung hervor sowie die dadurch entstehenden „Imagewerte, die für die die internationale Positionierung der Stadt Baden von unschätzbarem Wert sind.“ Wie positiv das Festival in der Öffentlichkeit ankomme, beweise der Gewinn des renommierten MAECENAS Ö1-Publikumspreis 2019, ergänzt Lorenz.

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