Gemeinsam wird viel erreicht in Ebreichsdorf

Erstellt am 21. März 2022 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
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Pfarrer Pawel Wojciga hat selbst ein älteres Ehepaar aus der Ukraine aufgenommen.
Foto: Thomas Lenger
Gemeinde, Private und Pfarre nehmen Flüchtlinge auf, organisieren Unterkünfte und helfen weiter.
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Am 6. März bezogen die ersten neun Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ihr Quartier in einem Einfamilienhaus in Ebreichsdorf.

Bürgermeister Wolfgang Kocevar, SPÖ, ist stolz auf den Zusammenhalt in seiner Stadt, denn viele sind seinem Aufruf gefolgt, wenn möglich zu helfen oder Quartiere zur Verfügung zu stellen. Familie Krügl hat nicht lange gezögert und das in ihrem Besitz stehende unbewohnte Nachbarhaus geflohenen Frauen aus der Ukraine überlassen. „Hauptsache ist, dass sich die Geflüchteten sicher fühlen“, so der Tenor der Familie.

Kocevar betont: „Wir sind eine Stadt mit Herz! Das war seit Beginn der Krise in der Ukraine zu spüren. Ich erhielt unzählige Angebote unserer Bevölkerung, die den Menschen in der Ukraine helfen wollen. So wie Familie Krügl, der ich stellvertretend für alle Unterkunftsgebern meinen großen Dank ausspreche, und die es möglich macht, dass eine Großfamilie in dieser Notlage in ihrem Familienverbund in einer Unterkunft zusammenbleiben kann.“

Es handelt sich um sechs Frauen und drei Kinder, wovon eine junge Frau weiterhin hier von Österreich aus für eine internationale Firma arbeiten kann. Somit ist eine gewisse Grundversorgung für die Familie ebenfalls einigermaßen gewährleistet. Zwei andere Frauen sind ausgebildete Lehrerinnen und haben bereits angeboten, Unterricht in ukrainischer Sprache auch für weitere ankommende Flüchtlingskinder durchzuführen.

Auch Pfarrer Pawel Wojciga und seine Schäfchen aus den Pfarrgemeinden von Ebreichsdorf, Weigelsdorf und Unterwaltersdorf sind nicht untätig gewesen. Bereits sieben Familien, vor allem Mütter mit Kindern und ältere Personen, sind in drei Pfarrhöfe und zwei private Unterkünfte eingezogen. Pfarrer Wojciga erzählt: „Wir stellen unsere Pfarrhöfe für Flüchtlingsfamilien aus der Ukraine bereit und wollen die Menschen auch im täglichen Leben unterstützen.“ Dazu versammelten sich in der Vorwoche um die 40 Freiwillige aus allen Pfarren in der Kirche. Es wurde jeder eingeladen mitzuhelfen und das Engagement war groß.

Dank des Pfarrers gilt allen, die mithelfen

Er zeigt sich von der Hilfsbereitschaft in den Pfarren überwältigt: „Ich bin sehr dankbar über die große Hilfsbereitschaft unserer Pfarren. Wir organisieren uns über WhatsApp-Gruppen und was wir benötigen wird in kürzester Zeit von jemandem zur Verfügung gestellt. Ich bin sehr stolz auf unsere Helfer und möchte mich für die Hilfsbereitschaft bedanken“, sagt der Geistliche.

In kürzester Zeit wurden die Pfarrhöfe zu gemütlichen Wohnungen umgestaltet und jede Familie hat einen Ansprechpartner. Diese haben wiederum einige Helfer, die bei der Betreuung unterstützen. „Wir wollen die Familien langfristig betreuen und in unsere Gemeinschaft integrieren“, erläutert Wojciga, der selbst ein älteres Ehepaar aus der Ukraine bei sich aufgenommen hat.

Wer die Pfarre unterstützen will: Pfarre Ebreichsdorf, IBAN AT843204500005004031, Zahlungsreferenz – „Vertriebene aus der Ukraine“.

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