Formanek ist jetzt „wilder“ Mandatar

Erstellt am 06. Mai 2014 | 10:05
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Foto: NOEN, Wallner
Parteiausschluss | Die FPÖ hat Gemeinderat Fritz Formanek wegen „Gefahr in Verzug“ ausgeschlossen. Sein Mandat behält er.
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„Wer sind die größten Kriegstreiber? Die Juden!“ Mit diesem Facebook-Posting hatte Gemeinderat Fritz Formanek einen „Internet-Sturm“ der Entrüstung losgetreten. Die NÖN hatte in der Vorwoche berichtet.
„Ich habe keine verwerflichen Äußerungen getroffen“, verteidigte sich Fritz Formanek. Sein Chat-Partner im Internet habe versucht „ihn auf‘s Eis zu führen“. Das sei ihm aber nicht gelungen. In der Landesspitze der Freiheitlichen sieht man das offenbar anders. Sofort nach dem NÖN-Bericht reagierte Landesparteisekretär Christian Hafenecker – mit einer überraschenden Mitteilung. „Gemeinderat Friedrich Formanek ist bereits am 24. März wegen Gefahr im Verzug ausgeschlossen worden“, so Hafenecker.

Ein Faktum, das Formanek geflissentlich verschwiegen und sich noch immer als „FP-Politiker“ bezeichnet hatte. Hafenecker: „Selbstverständlich distanzieren wir uns auch von den Äußerungen des Herrn Formanek.“ Der Leobersdorfer habe sich schon mehrmals „ungeschickt“ auf Facebook geäußert, sagt FP-Bezirksparteiobmann Peter Gerstner: „Wie er auf die Idee kommt, sich immer noch als FP-Gemeinderat zu bezeichnen, weiß ich nicht. Wir denken über rechtliche Schritte nach.“
Auf sein Mandat hat die FP-Entscheidung keinen Einfluss, erklärt Bürgermeister Andreas Ramharter („Liste Zukunft“): „Formanek ist als freier Mandatar gewählt.“ Kommentieren will Ramharter Formaneks Äußerungen nicht.

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