Energielösung bei Badener Kasernen-Sanierung?. Industrielle Abwärme für Energieversorgung eines zukünftigen Stadtquartiers bei ehemaligen Kasernen-Areal untersucht.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 14. November 2019 (05:53)
Die Abwärme des NÖM Molkereibetriebs könnte für die Energierversorgung der benachbarten Kaserne Verwendung finden.
Mario Pampel

Das AIT Austrian Institute of Technology entwickelt mit dem Projekt Smart Anergy Quarter Baden (SANBA) ein Konzept für ein Niedertemperatur-Heiz- und -Kühlsystem, ein sogenanntes Anergienetz, für die 2014 aufgelassene „Martinek-Kaserne“.

Das 40 Hektar große Areal, das sich im Besitz des Bundesministeriums für Landesverteidigung befindet, war in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Entwicklungspläne. Hier könnte ein gemischt genutztes neues Stadtquartier mit Wohn-, Gewerbe- und Bürogebäuden entstehen. Für die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Kaserne besteht unabhängig von der zukünftigen Nutzung Sanierungsbedarf. Zentrale Idee für die Sanierung ist es, das Quartier mit industrieller Niedertemperatur-Abwärme aus Prozessen der benachbarten NÖM zu versorgen. Auch weitere lokal verfügbare Energiequellen wie Geothermie, Photovoltaik und Solarthermie könnte man zur Energieversorgung der Gebäude nutzen.

„Die Projektergebnisse werden zeigen, ob das Konzept technisch und wirtschaftlich realisierbar ist und weiterverfolgt werden soll“, erklärt Margit Özelt von AIT. Im ersten Schritt wurden die Abwärmepotenziale aus dem Abwasser der Molkerei erhoben sowie ein hydrogeologisches Modell für Geothermie-Nutzung am Standort erstellt.