Vorbereitungen laufen in Baden auf Hochtouren. Alle Abteilungen der Stadt sind im Vorfeld involviert und tragen zum Erfolg bei. Neue Route und Aktionen sollen Wirtschaft beleben.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 14. Mai 2019 (04:04)
Andreas Fussi
Einige der Vertreter der Stadtabteilungen, die am Fotofestival mitarbeiten, mit der Stadtführung beim gemeinsamen Fototermin vor dem Strandbad.

Am 1. Juni startet das Festival La Gacilly-Baden Photo 2019. Bis die rund 2.000 Bilder wieder das öffentliche Bild Badens prägen, sind viele Arbeiten im Hintergrund nötig. Bei einer Pressekonferenz erklärte VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek, dass alle Mitarbeiter in den diversen Abteilungen der Stadt involviert sind.

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Einige der Teilnehmer des Infoabends für die Badener Wirtschaft mit den Festivalverantwortlichen rund um Lois Lammerhuber und Stefan Szirucsek. Tourismuschef Klaus Lorenz appellierte an die Unternehmer: „Sie sind alle unser Botschafter, es ist wesentlich, dass wir alle dahinter stehen.“

So gab es bereits im Vorfeld viele Vorarbeiten und Abstimmungen untereinander. Die Projektleitung liegt in Händen von Stadtbaudirektor-Stellvertreterin Birgit Hensely, bei der alle Fäden zusammenlaufen. „Da stecken viele Stunden Arbeit und Hirnschmalz dahinter“, ergänzte der Stadtchef. Man gehe nach einem genauen Montageplan vor, erläuterte Hensely. Rund ein Drittel der 1.000 Pflöcke aus dem Vorjahr werden heuer wiederverwertet.

„Es ist für jeden eine Ehre, dass er mithelfen kann“, sagte Bauhofleiter Rainer Hohl. Wie berichtet, wurde das Ausstellungsgebiet erweitert. Im Mittelpunkt stehe das Besucherzentrum am Brusattiplatz, von wo jede der zwei Routen aus starte. Die eine führt wie im Vorjahr durch Gutenbrunner- und Doblhoffpark, die andere verläuft diesmal entlang der Badener Wahrzeichen wie Casino. Kurpark, Stadttheater.

„Es ist für jeden eine Ehre, dass er mithelfen kann“

„Uns ist wichtig, zu zeigen, was die Leistungen jener Mitarbeiter sind, die aus Steuermitteln finanziert werden. Ohne ihr Know-how und Engagement wäre es nicht möglich“, stellte Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) klar.

Einbeziehung der Badener Wirtschaft

„Die Stadt profitiert vom Festival, investiert aber auch viel“, betonte NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber. „Es gibt kaum eine Gemeinde, die in der Lage ist, so ein Festival umzusetzen“, erklärte Szirucsek. „Es ist unglaublich, welche Erfolgsgeschichte es nach nur einem Jahr ist“, freute sich auch Kulturchef Gerd Ramacher.

Tourismusdirektor Klaus Lorenz betonte, dass die Zunahme der Nächtigungen auf das Festival zurückzuführen sei. Das Image Badens habe sich gedreht, „wir sind eine dynamische, lebendige Stadt geworden.“ Laut Krismer sei Kunst im öffentlichen Raum eine „große Chance“: „Es ist gut investiertes Steuergeld.“

Um das Festival vorzustellen und Ideen für Kooperationen und Generierung von Mehrwert für die Wirtschaft zu sammeln, lud das WirtschaftsService zum Infoabend, den knapp zwei Dutzend Unternehmer wahrnahmen. Festivaldirektor Lois Lammerhuber verwies auf die längere Route durch die Altstadt, die einlade, mehrfach zu kommen oder länger zu bleiben. 19 Standorte mit 21 Themen verknüpfe Erlebnis mit Einkauf.

Längere Route durch die Altstadt

„Es ist uns gelungen, so die Besucher durch die Stadt an unseren Geschäften und Lokalen vorbei zu führen“, sagte Dolores David-Fromm. Um die Kaufkraft zu binden, wird es einiges an Infomaterial geben. Man wolle zudem einen Festival-Stempelpass mit Gewinnspiel machen.