Baden: Beethoven-Bilder einmal anders. Statt Festivalfotografen hat Lois Lammerhuber Beethoven-Thema in ihrem Stil umgesetzt.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 22. Juni 2020 (05:10)
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Die Beethoven-Bilder von Lois Lammerhuber als Hommage an seine Berufskollegen, die wegen der Coronakrise nicht zur Eröffnung anreisen konnten, sind eine der ersten Bilderausstellungen, die heuer beim Fotofestival aufgehängt worden sind. Zu sehen entlang des Rathauses zwischen Beethoven- und Kaiserhaus.
Lammerhuber

Im Vorjahr wurden die am Festival La Gacilly Baden Photo teilnehmenden Fotografen erstmals von Festivaldirektor Lois Lammerhuber eingeladen, gemeinsam eine Ausstellung zu fotografieren, direkt in Baden, jeder nur ein einziges Bild. Das Thema lautete damals „50 Jahre Rosarium“. Dieses Jahr wurden die Fotografen im Vorfeld gebeten, je ein Bild anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven zu gestalten.

Gemeinsam mit der Direktorin der Badener Museen Ulli Scholda wurden jene Beethoven-Orte und Erinnerungsstücke ausgewählt, die ins rechte Licht gesetzt werden sollten. Dann fiel allerdings die geplante Reise der Fotografen zur Eröffnung Anfang Juni nach Baden der Pandemie Covid-19 zum Opfer. Was tun? Festivaldirektor Lois Lammerhuber, der mehrfach zum besten Fotografen der Welt gewählt wurde, verfiel auf die Idee, stellvertretend für seine Fotografenkollegen ans Werk zu gehen. Er analysierte ihre Stile und versuchte, in ihrem Sinne zu fotografieren. Entstanden ist eine Hommage an die Fotografen des Festivals in Erinnerung an Beethoven – ausgenommen das Bild vom Fresko im Beethoventempel, das der Badener Berufsfotograf Christian Schörg fotografiert hat. Der Titel des Freskos von Hans Lukesch lautet übrigens: Ode an die Freude.