Bilder werden nicht zerstört

Großteil der ausgestellten Fotos muss zurück nach Frankreich ins Depot. Das gab Bürgermeister bei Finissage bekannt. Lobeshymnen auf Festival und viele Worte des Dankes.

Erstellt am 02. Oktober 2018 | 04:07
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Blick auf das vergangene Festivalthema „I love Africa“ und das kommende „Hymne an die Erde“, das von 7. Juni bis 27. Oktober 2019 Baden wieder in eine Bilderstadt verwandeln soll.
Foto: NOEN

Mit einer Überraschung endete am Sonntag die Finissage des Fotofestivals in Baden. VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek kündigte an, dass die Bilder entgegen den ersten Meldungen großteils nicht zerstört werden müssen, sondern zurück zu den Eigentümern nach Frankreich gebracht werden, wo sie ins Depot zu den bisherigen Ausstellungsmotiven aus 15 Jahren in La Gacilly wandern. Außerdem wurden Plakat und Thema der nächstjährigen Fotoschau präsentiert und dabei angekündigt, dass das Festival diesmal bis 27. Oktober 2019 dauern wird.

Begonnen hat die Finissage gleich mit einer Absage

Festivaldirektor Lois Lammerhuber las eine Nachricht von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka vor, dem „privat etwas Tragisches“ dazwischen gekommen sei, weshalb er alle Termine absagen müsse. An seiner Stelle richtete VP-Nationalratsabgeordnete Carmen Jeitler-Cincelli Grußworte. Sie gratulierte Lammerhuber zum ersten Geburtstag des Fotofestivals. „Die Bilder des Festivals sind Teil der Stadt geworden. Sie werden fehlen“, so Jeitler – „es wird leer sein“, umso mehr sei die Vorfreude aufs nächste Jahr.

Lammerhuber dankte den Hauptunterstützern des Festivals: Kultur Niederösterreich, ecoplus, die Stadt Baden und Yves Rocher. An Niederösterreich sei fantastisch, dass hier die Kultur so viel Wert sei. Stefan Szirucsek sei „ein grandioser Bürgermeister, der sich etwas getraut hat“ und die Aufgabe angenommen habe, „die er als Vision der Zukunft erkannt hat“, würdigte Lammerhuber.

Sein Dank galt aber auch dem Gemeinderat, der den positiven Beschluss für das Festival gefasst habe. Er dankte Jacques Rocher, dem Begründer des Festivals in Frankreich, dass er zugestimmt hat, es nach Baden zu bringen. „Es braucht Visionäre“, so Lammerhuber. Gemeinsam mit seiner Frau dankte er allen weiteren Unterstützern und Sponsoren. Auch den Abteilungen der Stadt wurde gedankt, ebenso dem Team Lammerhubers vor Ort. Das größte Dankeschön müsse er aber den Stadtbewohnern sagen: „Das Festival ist bei den Bürgern angekommen, sie wollen es und sie lieben es!“

Nach einem Vortrag von Rob Macinnes über seine Bauernhoftier-Parade und Festivalgedichten von Evelyn Schlag wurde das beste Festivalbild vom Leica-Gewinnspiel ausgezeichnet. Als Schlusspunkt fand eine Podiumsdiskussion über das abgelaufene Fotofestival mit Helmut Mierniecki (ecoplus), Leopold Kogler (Kunstvereine Niederösterreich) und Alex Jakubowsky, (ARD Tagesthemen) statt, moderiert von Thomas Jorda. Grundtenor: „Der öffentliche Raum ist wertvoll geworden.“ Dabei wurde ein Fotomuseum ins Spiel gebracht, das ein fernes Ziel von Baden sein könnte. Auch eine Zusammenarbeit mit der Albertina steht im Raum.

 

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