Gerhard Ullrich neuer Vizebürgermeister in Berndorf

Erstellt am 10. August 2022 | 06:00
Lesezeit: 3 Min
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Gerhard Ullrich (l.) ist Vizebürgermeister, Thomas Büchinger Stadtrat für Schulwesen, Kindergarten und Umwelt.
Foto: NÖN
Der Wahlvorschlag für den neuen Vizebürgermeister lautete auf Gerhard Ullrich. 19 von 26 Mandataren bestätigten den Wahlvorschlag.
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Mit großer Spannung wurde die Folge-Gemeinderatssitzung am 4. August erwartet.

Der ganze Stadtsaal war wieder voller Zuseher, die gespannt auf die Wahlen des Vizebürgermeisters und Stadtrates warteten, nachdem diese Funktionen Kurt Hoffer – ehemaliges LZB Mitglied und jetziger wilder Gemeinderat – zurückgelegt hatte. War vorige Woche noch Alt-Bürgermeister Hermann Kozlik von der Liste Zukunft (LZB) als Kandidat im Gespräch, stellte sich diese Woche zur Überraschung aller Gerhard Ullrich von der FPÖ für den Vizebürgermeister zur Wahl und Thomas Büchinger von der Liste Zukunft für den Stadtrat für Schulwesen, Kindergarten und Umwelt.

Kozlik wurde nach internen Verhandlungen von seinen Koalitionspartnern, bestehend aus ÖVP, FPÖ und UBV aus nicht näher erklärten Gründen abgelehnt. Worauf Kozlik die Entscheidung akzeptierte und Thomas Büchinger für die LZB ins Rennen ging.

„Wir haben vor zweieinhalb Jahren Verantwortung übernommen, der kommen wir auch nach.“

Büchinger erklärte die Entscheidung der Liste Zukunft, trotz der Ablehnung ihres Wunschkandidaten und dem Verbleib in der Koalition dahingehend: „Wir haben vor zweieinhalb Jahren Verantwortung übernommen, der kommen wir auch nach. In einer Koalition, mit so vielen verschiedenen Meinungen, auf einen Nenner zu kommen, ist bestimmt nicht einfach, aber trotzdem mit einem guten Willen machbar. Sämtliche offene Fragen bezüglich der Stadtentwicklung und der Säulenhalle werden zur Gänze beantwortet werden müssen.“ Sowohl Ullrich als auch Büchinger wurden bei der Wahl bestätigt und zwar mit jeweils 16 Stimmen von 29 Mandataren.

„Es werden sämtliche offene Fragen bezüglich der Säulenhalle und der Festspielabrechnungen vom Land NÖ bereits überprüft.“
Bürgermeister Franz Rumpler

Die SPÖ hält seit der Gemeinderatswahl 2020 zwölf Mandate, die ÖVP zehn, die FPÖ drei, die UBV drei und die LZB fünf Mandate. Zur Sprache kam auch wieder das Thema Anmietung der Säulenhalle als Veranstaltungsort von der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Arthur Krupp. Wie bei der letzten Gemeinderatssitzung hieß es auch bei dieser Sitzung, dass es keine Vereinbarung diesbezüglich mit der GEWOG geben würde.

Bürgermeister Franz Rumpler, ÖVP, erörterte auch die ordnungsgemäße Abrechnung der Festspiele 2021 im Zuständigkeitsbereich von Stadträtin Helga Hejduk (ÖVP). Rumpler merkte an: „Es werden sämtliche offene Fragen bezüglich der Säulenhalle und der Festspielabrechnungen vom Land NÖ bereits überprüft.“ Alles in allem machte die Koalition einen geeinten Eindruck.

Außer der Opposition, bestehend aus SPÖ, Martin Weissenbäck und Richard Schrenk von der „MUT“, die offiziell immer noch Teil der SPÖ ist, Kurt Hoffer und vielen Besuchern schienen alle mit dem Ablauf und Ausgang der Gemeinderatssitzung zufrieden zu sein.

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