Einfach Mensch sein in Baden

Memet Zeki Metin lädt am 10. Oktober wieder zum gemeinsamen Friedenstreffen der Kulturen und Religionen ein.

Erstellt am 08. Oktober 2021 | 05:47
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Kurdischer Träumer aus Anatolien: Zeki Metin setzt auf Völkerverständigung.
Foto: Fussi

Memet Zeki Metin vom Badener Weltmenschverein setzt sich unermüdlich für den Weltfrieden ein. Am 10. Oktober steht wieder der Weltmenschtag an, den Zeki Metin vor 18 Jahren gegründet hat.

1999 hatte er begonnen, seine Vision einer friedlichen Welt, in der die Menschen einander über ethnische und religiöse Grenzen hinweg verstehen, zu leben. 2004 gründete er den Weltmenschverein. Dass die Idee des „Weltmenschtages“ internationale Dimensionen annimmt, wünscht sich der in Baden lebende ehemalige Teppichhändler und Buchautor. Traurig stimmt ihn nur, dass er seit 17 Jahren keine Antwort vom jeweiligen Bundespräsidenten erhalten habe. Sein Ziel ist es nämlich, die 20-jährige Jubiläumsfeier in der Hofburg abhalten zu dürfen.

Er wolle der Nachwelt etwas Gutes hinterlassen, meint Zeki und freue sich, dass sein Traum wahr geworden ist. Er lädt alle ein, am 10. Oktober ins Schloss Kottingbrunn zu kommen, um von 18 bis 22 Uhr zu feiern. Siegen Gemeinden unterstützen ihn, wofür er sich herzlich bedanke. Vier Preisträger – zwei Männer und zwei Frauen – werden mit dem Weltmenschpreis geehrt, dazu gibt es ein buntes Programm, unter anderem mit Opernsängerin Eudora Price, Manfred Stadelmann & Conny sowie Wolfgang Kammerer & Irmi Wolvin. Dazu tanzt der Albanische Kulturverein 17. Februar.

Zeki Metin ist türkischer Kurde. Er kam vor etwa 20 Jahren nach Österreich, arbeitete zunächst in Leobersdorf als Teppichhändler, dann führte er ein Jugendlokal. Sein größtes Ziel ist ein fixes Weltmenschzentrum für Veranstaltungen und Diskussionen. Aktuell schreibt er an seinem 7. Buch, dazu hat er ein Theaterstück auf Video, das er gerne in Schulen zeigen würde.