Frohe Weihnachten

Erstellt am 30. Dezember 2013 | 23:59
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Web-Artikel 448
Foto: NOEN, Lorenz
Bescheide / Trotz 80-prozentiger Invalidität sollte sich Margit
Keet eine Arbeit suchen. Nun lenkte Pensionsversicherung ein.
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Von Gerhard Lorenz

Am 24. Dezember kam zu Margit Keet das Christkind. Die 56-Jährige war schon der Verzweiflung nahe.

Begonnen hat ihr Leidensweg, als sie 1974 einen Autounfall hatte. Sie war Beifahrerin und ihr damaliger Freund prallte gegen einen Baum. „Ich erwachte mit gebrochenen Oberschenkel und Hüftfraktur im Spital“, erzählt Keet. Bei der Diagnose wurde ein Bruch des Schenkelhalses übersehen und Keet musste etliche Operationen über sich ergehen lassen. Ein Fuß blieb aber kürzer.

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Margit Keet und ihr Mann Anton mit dem erlösenden »Weihnachts-Bescheid«
Foto: NOEN, Lorenz

1995, der nächste Schlag – Diagnose Nierenkrebs. Es wurde eine Niere entfernt. 15 Jahre später hatte Keet einen Schlaganfall. Als „Draufgabe“ leidet die Frau noch unter Bandscheibenvorfall in der Lenden- und Halswirbelsäule.

Hatte sie nach ihrem Unfall ihren erlernten Beruf als Verkäuferin aufgeben müssen, so konnte sie auch als Hausbesorgerin, sie war es 22 Jahre, nicht mehr weiterarbeiten. Sie ist zu 80 Prozent invalid. Aber jetzt kommts; Keet bekam am 11. Dezember einen Bescheid von der Pensionsversicherungsanstalt, sie solle sich beim AMS melden und sich eine leichte Arbeit suchen. Ihr Antrag auf Invalidenpension wurde abgelehnt. Keet fiel aus allen Wolken. Doch dann,am der 24. Dezember, das Christkind. „Ich bekam abermals einen Brief der Pensionsversicherungsanstalt. Mein Mann und ich fragten uns, was noch auf mich zukommen wird“, erzählt Keet. Doch, in dem Schreiben stand, dass der Bescheid vom 11. Dezember aufgehoben wird und ihre Invalidität unbefristet anerkannt werden wird, sie hat daher Anspruch auf Invaliditätspension.

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