Alko-Unfall bringt Bad Vöslauer Bürgermeister Prinz in Bedrängnis

Erstellt am 20. Juli 2022 | 04:22
Lesezeit: 3 Min
Bad Vöslau Prinz & Mehlstaub
Thomas Mehlstaub (links) führt interimistisch die Amtsgeschäfte. Christoph Prinz (rechts) ist bis 7. August im Urlaub.
Foto: Liste
Bürgermeister wurde unter Alkoholeinfluss der Führerschein entzogen. Vize führt Amtsgeschäfte.
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Wie die NÖN berichtete, ist Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer) seit Ende Juni offiziell in Krankenstand. Wie aber bekannt wurde, gibt es dazu eine Vorgeschichte. Der zufolge hatte Prinz im alkoholisierten Zustand einen Parkschaden verursacht. Eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft und der Entzug des Führerscheins waren die Folgen.

Daraufhin war er einige Tage im Krankenstand und Vizebürgermeister Thomas Mehlstaub durfte den Gemeinderat leiten. Einige Tage danach traf sich der innerste Kreis der Liste Flammer bei Christoph Prinz zu Hause um weitere Schritte zu besprechen.

Prinz trat kurze Zeit später vorzeitig den Urlaub an und Mehlstaub führt interimistisch die Amtsgeschäfte weiter und wird in seiner Urlaubszeit von den Stadträten Anita Tretthann und Markus Wertek vertreten. „Eines muss festgehalten werden, wir stehen geschlossen zu Bürgermeister Prinz, der Vorfall ist privat abzuhandeln“, erklärt Mehlstaub zur NÖN und ergänzt: „Jedoch lehne ich persönlich Alkohol am Steuer ab.“ Weiters dementiert er Gerüchte, wonach er am Bürgermeister-Sessel säge.

„Wichtig ist, dass das Amt handlungsfähig ist und bleibt, alle Geschäfte weitergeführt werden können und nach dem Urlaub des Bürgermeisters wird die weitere Vorgehensweise intern besprochen und ein Plan ausgearbeitet. Oberstes Ziel muss sein, für alle Beteiligten die bestmögliche Lösung zu erarbeiten“, betont Mehlstaub.

Die NÖN konnte Bürgermeister Christoph Prinz am Montag kurz vor Antritt des gemeinsamen Familienurlaubes zum Vorfall befragen. Er bedauert, was passiert ist. Er habe am späten Nachmittag, nicht wie kolportiert am Vormittag, so gegen 17 Uhr beim Ausparken das E-Carsharing Fahrzeug der Stadtgemeinde touchiert – und das unter Alkoholeinfluss. Daraufhin erfolgte die Anzeige und ihm wurde der Führerschein entzogen.

Prinz: „Ich bedaure das wirklich sehr!“

„Der Vorfall war ein Fehler, der mir sehr leidtut. Ich bin mir bewusst, dass dies keine Vorbildwirkung war, ich bedaure das wirklich sehr, da gibt es nichts zu leugnen“, erklärt der Stadtchef. Er sei jetzt im Urlaub und versuche den Kopf freizubekommen und danke dem Vizebürgermeister als seinem Stellvertreter und allen, die für ihn eingesprungen sind. „Ich bin sehr enttäuscht über mich.“

Er fahre nun aber zwei Wochen gemeinsam mit der Familien in den Urlaub und werde ab Montag, 8. August, wieder im Rathaus seiner Arbeit nachgehen. „Ich werde normal zu einhundert Prozent arbeiten und Termine wahrnehmen sowie dann auch die Gemeinderatssitzung leiten.“ Der ganze Vorfall zehre natürlich an ihm. Er sei sich bewusst, dass er keine unbekannte Person sei, sondern als Bürgermeister im Rampenlicht stehe. Vor allem sei das Ganze für seine Familie sehr unangenehm.

Die im Bad Vöslauer Gemeinderat vertretenen Fraktionen wurden bis auf die Grünen von der Liste Flammer über die Vorkommnisse informiert und geben sich bedeckt. Die Grünen wollen abwarten: „Wir sind schon sehr gespannt, was der Bürgermeister selbst dazu sagt“.

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