Fünf SP-Austritte

Erstellt am 26. Mai 2014 | 13:50
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Foto: NOEN, Wallner
Leobersdorf / Ex-Fraktionschef Kurt Ludikovsky und vier weitere Mitglieder haben ihren Parteiaustritt erklärt.
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Zur SP-intern befürchteten Spaltung in der Leobersdorfer Ortspartei ist es nicht gekommen. Statt dessen wurde Obmann Gerhard Tschakert im Amt bestätigt. Ex-Fraktionschef Kurt Ludikovsky, von Tschakert & Co. im März aus dem Gemeindevorstand abberufen, hatte eine Gegenkandidatur überlegt. Offenbar mangels Rückhalt in der Partei landeten diese Pläne in der Schublade.

„Hat nichts mit Rechtsstaatlichkeit mehr zu tun“

Stattdessen erklärten Ludikovsky und vier weitere Mitglieder ihren Austritt – unter ihnen der jüngst zurückgetretene Rechnungsprüfer der Partei, Heinz Stejnek.

„Das, was ich in den letzten Monaten hier erleben durfte, hat nichts mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mehr zu tun“, sagt Ludikovsky. „Mit Tschakert kann man nicht diskutieren.“ Der ehemalige Sozialdemokrat spricht von „falschen Darstellungen“ seitens des Parteiobmanns sowie von „mehrfachen Verstößen gegen die eigenen Statuten“ – auch was den Ablauf der Mitgliederversammlung betrifft.

Ludikovsky ließ eigenen Antritt offen

„Ich bin enttäuscht, dass das von Bezirks- und Landespartei gedeckt wird“, sagt der „wilde“ Gemeinderat. Unter diesen Voraussetzungen könne und wolle er nicht weiterarbeiten.

Von einem „deutlich gescheiterten Umsturzversuch“ spricht der im Amt bestätigte SP-Obmann Gerhard Tschakert: „Ich bin froh, dass das Kapitel jetzt abgeschlossen ist. Wir stellen uns nun neu auf im Hinblick auf die Gemeinderatswahl im kommenden Jahr!“ Das Programm soll diese Woche präsentiert werden.

Ob Ludikovsky 2015 mit einer eigenen Liste antreten wird? Das lässt der Leobersdorfer offen: „Das Thema Politik ist für mich noch nicht abgehakt. Näheres wird sich in Kürze entscheiden.“

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